Methode: Darstellendes Spiel
Das Modellprojekt "Islam & Ich - Jung sein im Land der Vielfalt" beinhaltet die folgenden drei Methoden: Darstellendes Spiel, Musik am Beispiel Rap und Bildnerische Gestaltung.
Im Rahmen des Modellprojekts lädt die Bundeskoordination von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu bundesweiten Expertengesprächen.
Theater-Filme und Workshops
Bereits abgeschlossen ist die Theaterproduktionen "Özgürlük - Is there no Sex in Kreuzberg" an der Hermann-Hesse-Schule, die mit dem Mete-Eksi-Preis ausgezeichnet wurde. Ein weiteres Theaterprojekt wurde im Sommer 2011 mit einem Film beendet.
SchülerInnen des Oberstufenzentrums Handel in Berlin produzierten in mehreren Theaterworkshops „SummerTimeBlues“. Das Stück handelt von einer Geschwisterbeziehung in einer muslimischen Familie mit patriarchalen Machtstrukturen. Es geht um unerlaubte Liebesbeziehungen und die Suche nach individueller Freiheit, Liebes- und Lebensglück.
Aus dieser Produktion heraus entstand ein 15-minütiger Kurzfilm über SummerTimeBlues.
Zur Zeit findet ein generationenübergreifendes Theaterprojekt des Jungen Schlosstheaters Moers in Kooperation mit Moerser Schulen statt.
Im Rahmen des Modellprojekts "Islam & Ich - Jung sein im Land der Vielfalt" lud die Bundeskoordination von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu einem Expertengespräch mit LehrerInnen und Akteuren aus der Theaterszene.
Expertengespräch Theater
Mit Theater gegen Rassismus: Ein Themenschwerpunkt des Modellprojekts "Islam & Ich" ist die Arbeit mit theaterpädagogischen Methoden an Schulen. Am 15. September 2011 lud die Bundeskoordination von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu einem Expertengespräch über den Einsatz von Theater an Schulen ein.
Zahlreiche TheaterpädagogInnen folgten der Einladung, um über Möglichkeiten und Grenzen der Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Ideologien durch die theaterpädagogische Arbeit zu diskutieren.
Die Expertenrunde hält die Methode Theater für besonders geeignet, Themen wie Islam, Islamismus sowie Islamfeindlichkeit an Schulen zu bearbeiten. Mit Hilfe von Theaterprojekten können gerade religiöse, kulturelle oder politisch begründete Konflikte anschaulich vermittelt werden.
Viele SchülerInnen aber auch LehrerInnen sind nach Einschätzung der Teilnehmenden auch heute noch theaterfern. Die Expertenrunde diskutierte die Rahmenbedingungen, um Theaterpädagogik an Schulen etablieren sowie SchülerInnen und LehrerInnen in ihrer Kreativität unterstützen zu können.
Hervorgehoben wurde, dass im Sinne einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Ideologien in der Schule auch provokante Aussagen bzw. Texte zugelassen werden müssen, um die Debatten zu fördern anstatt Denkverbote zu errichten.
Biografische Zugänge sowie freie Improvisationen sind geeignet angesehen, um mit SchülerInnen Szenen und subjektive Texte zu entwickeln. Die theaterpädagogischen Konzepte des Modellprojekts basieren auf konkreten Lebenserfahrungen von SchülerInnen, an denen Einflüsse und Zwänge religiöser Normen oder politischer Aussagen sichtbar werden. Für die Arbeit im Modellprojekt ist es von zentraler Bedeutung, welche eigenen Bezüge die SchülerInnen zu den Themen des Projekts mitbringen. Um es mit den Worten eines Teilnehmers auszudrücken: „Theaterstück, Rahmenplan und Grundgesetz müssen belebt werden.“




