Rheine ohne Rassismus
Am 13. Dezember 2011 unterzeichnete der Rat der Stadt Rheine eine Agenda gegen Diskriminierung. Das Projekt "Setz dich ein! Stadt ohne Rassismus - Rheine mit Courage" war von der Stadtschülervertretung ins Stadtparlament eingebracht worden.
Die PolitikerInnen dankten den SchülerInnen für Ihr Engagement. "Herzlichen Dank, dass sie sich so überaus stark engagieren für unsere Stadt, für eine Stadt ohne Rassismus", so die Bürgermeisterin Angelika Kordfelder. Alle Ratsmitglieder unterschrieben einzeln die Antidiskriminierungsagenda und verpflichteten sich damit, Diskriminierungen jeglicher Art entgegen zu treten und Zivilcourage zu zeigen. Dies sei der einzige wirksame Weg, rechtsextremen Kräften in der Gesellschaft entgegen zu wirken, so der Rat der Stadt Rheine.
Menschen aus 100 Nationen leben in Rheine. Doch für das friedliche Miteinander muss man kämpfen, rassistischen Parolen entgegentreten. "Rheine ist keine Insel. Auch hier gab es schon NPD-Versammlungen und Molotov-Anschläge auf türkische Einrichtungen. Umso mehr müssen wir uns für Toleranz und demokratische Werte einsetzen", sagte Jürgen Roscher, SPD-FRaktionsvorsitzender und Leiter der Dirketion Kriminalität bei der Kreispolizeibehörde Steinfurt. In der Agenda heißt es unter anderem: "Niemand darf aufgrund der ethnischen Herkunft, der Religion, des gesellschaftlichen Status, des Geschlechts, der sexuellen Individualisierung oder sonstiger Art benachteiligt werden."
Die Agenda beinhaltet auch Projektarbeiten und Workshops zu Themen wie Rechtsradikalismus und Rassismus mit SchülerInnen der weiterführenden Schulen in Rheine. In der Stadt gibt es inzwischen vier Courage-Schulen.



