
Die „Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie“ führte am 7. Dezember 2011 in Kooperation mit der Landeskoordination NRW ein Regionaltreffen durch. Renate Bonow von der LK-NRW und der mobim-
Mitarbeiter Michael Sturm eröffnet das Treffen, an dem 70 SchülerInnen und LehrerInnen der Courage-Schulen des Regierungsbezirks Münster teilnahmen.
Die Schulen stellten ihre gelungenen Aktivitäten und Projekte vor und tauschten
sich über ihre Erfahrungen aus und inspirierten sich gegenseitig zu neuen Aktionen.
Anschließend arbeiteten die TeilnehmerInnen in Gruppen zur Frage „Wie zeigt sich Diskriminierung an meiner Schule – und was können wir dagegen tun?“. Die LehrerInnen und SchülerInnen diskutierten,wie es gelingen kann, ein Klima der gegenseitigen Anerkennung, des Miteinanders, der Offenheit und Toleranz im Schulalltag zu fördern und dauerhaft zu verankern.
Ein zentrales Ergebnis der Arbeitsgruppen war: es kommt wesentlich darauf an, diskriminierendes Verhalten offen anzusprechen und nicht unter den Teppich
zu kehren.
Rund 90 SchülerInnen und KollegInnen aus den Courage-Schulen im Regierungsbezirk Köln kamen am 2. Dezember 2011 ins Bürgerzentrum in Köln-Ehrenfeld zum zweiten Regionaltreffen im Regierungsbezirk Köln.
Das Treffen wurde von der Landeskoordination in NRW gemeinsam mit der RAA Köln, der Info-und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) in Köln und René Breiwe, Lehrer und Fachkraft gegen Rechtsextremismus, organisiert.
Weitere Infos übers Regionaltreffen sind hier zu finden
Am 24. November 2011 haben sich Vertreter von mittlerweile 15 Courage- Schulen aus dem Kreis Unna getroffen und die Arbeit des letzten Jahres reflektiert.
Neben dem stellvertretenden Landrat, Martin Wiggermann, Sevgi Kahraman-Brust, die das Projekt auf Kreisebene koordiniert und der Landeskoordinatorin Renate Bonow waren auch Unterstützer der DGB-Jugend, des BVB und der Erfinder des Planspiels „Gefrierfleischorden“ vor Ort, um für ihre Angebote im Rahmen des Projektes zu werben.
Außerdem wurden aktuelle Projektbeiträge von Schülerinnen und Schülern vorgestellt und die Weiterarbeit geplant. So soll z.B. ein gemeinsames kreisweites Projekt namens SoR-SmCreaCourage gegen Rassismus und Diskriminierung für das laufende Schuljahr starten. Geplant sind kreative Beiträge in den Bereichen Film, Musik, Text, in denen sich die SchülerInnen mutig für Courage und Demokratie einsetzen und Stellung beziehen gegen Gewalt, Rassismus und Ausgrenzung.
Zudem werden die teilnehmenden Schulen im laufenden Schuljahr direkt mit der Homepage der RAA des Kreises Unna verlinkt.
Die Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch ist die 200. SOR-SMC-Schule in NRW. Im Rahmen einer bunten Veranstaltung wurde sie am 29.10.2010 ins Netzwerk aufgenommen. Bei der Titelverleihung sprach auch der Pate der Schule, der Sänger und Gitarrist Peter Brings von der Kölner Band Brings.
Die SchülerInnen aus der SV führten durch das Programm der Titelverleihung. Der Schulleiter Bruno Bermes hielt eine Ansprache, und die engagierten SchülerInnen berichteten davon, wie sie das Projekt an die Schule geholt hatten, und welche Pläne sie für die Zukunft haben. Ergänzt wurde das Programm durch musikalische Beiträge, auch eine Theatergruppe trat auf.
Nach der Titelverleihung durch die Landeskoordinatorin Renate Bonow sprach der Pate Peter Brings, Sänger und Gitarrist der Kölner Band „Brings“. Er sicherte zu, die Schule künftig bei ihren Aktivitäten zu unterstützen.
In den Beiträgen des Schulleiters und der SchülerInnen wurde deutlich, dass das Auftreten der rechtsextremen Partei „Pro NRW“ vor der Schule ein wichtiges Motiv für den Beitritt zu SOR-SMC war. Aktivisten von „Pro NRW“ hatten im November 2009 vor der Schule Flugblätter verteilt, dabei war es zu Auseinandersetzungen mit Lehrern gekommen. Ein Lehrer hatte ein blaues Auge, ein weiterer Verletzungen am Arm erlitten. „Pro NRW“ ist seit der letzten Kommunalwahl mit drei Sitzen im Leverkusener Rathaus vertreten.