Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm in Saarbrücken, wo 2005 das Bundestreffen des SOR-Netzwerks stattfand. Foto: Metin Yilmaz

Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm in Saarbrücken, wo 2005 das Bundestreffen des SOR-Netzwerks stattfand. Foto: Metin Yilmaz

Erinnern – aufklären – begegnen

Im November 1938 brannten SA-Männer in Bremen die Synagoge in der Gartenstraße 6  (heute Kolbingstr.) nieder. Nur das benachbarte Gemeindehaus der Synagoge blieb unversehrt.

 

Nun möchten BürgerInnen in diesem Haus eine Begegnungsstätte einrichten. Unterstützt wurden sie von SchülerInnen des Schulzentrums Walle. Z.B. mit einem Benefiz-Konzert am 13. April 2008. Weitere Informationen in den folgenden PDF-Dateien:

 

Link für Dateidownload folgtInformationen zum Konzert als PDF-Datei

Link für Dateidownload folgtInfos zum Rosenak-Haus als PDF-Datei

Link für Dateidownload folgtInfos zu den Aktivitäten des Schulzentrums Walle als PDF-Datei

Schülersprecher Alexander Freier und Franziska Berge übergeben die gesammelten Unterschriften an Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Foto: Bundesjustizministerium

Schülersprecher Alexander Freier und Franziska Berge übergeben die Unterschriften an Ministerin Brigitte Zypries. Foto: BMJ

Gewaltdebatte: Schüler reden mit

Am 24. Januar überreichten Vertreter der größten Schule in Europa, dem "OSZ Handel I" in Berlin-Kreuzberg, der Justizministerin Zypries eine Liste mit Unterschriften. Darin verpflichten sich die SchülerInnen  zu einem gewaltfreien Miteinander.

 

Die Ministerin: "Ich finde es eindrucksvoll und nachahmenswert, dass diejenigen, über die in den vergangenen Wochen soviel geredet wurde, sich mit einem Bekenntnis zu Toleranz und Respekt im Umgang miteinander zu Wort melden."

 

Die Presseerklärung des Bundesjustizministeriums

Dicht an dicht standen viele tausend Menschen als doppelreihige Kette rund um das Schulzentrum in Karlstadt. Mit ihrem Einsatz wollten sie ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Diskriminierung. Foto: Günter Roth/Mainpost

Dicht an dicht standen viele tausend Menschen als doppelreihige Kette rund um das Schulzentrum in Karlstadt. Mit ihrem Einsatz wollten sie ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Diskriminierung. Foto: Günter Roth/Mainpost

Karlstadt - Das Wunder vom Main

Das mainfränkische Karlstadt wurde die erste Stadt bundesweit, in der sich alle Schulen gemeinsam dem Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage anschließen.

 

von Gerasimos Warmann

 

Am 07.07.07, einem Tag an dem in ganz Deutschland heiter geheiratet wurde, waren im nordbayerischen Karlstadt tausende Menschen auf den Beinen. Alle Schulen der Stadt, fünf an der Zahl, trauten sich und wurden gemeinsam zu Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage ernannt.

 

Mehr Informationen und Fotos

SOR-SMC Stand auf dem Schulhof. Foto: Aris Papadopoulos

SOR-SMC Stand. Foto: Aris Papadopoulos

Berliner SOR-Schule wird 100 Jahre

Am 29.06.2007 feierte die Werner-Stephan-Oberschule (W-S-O) mit einem ganztägigen Fest ihr 100-jähriges Jubiläum. Im Juli 2001 wurde die Hauptschule in Berlin-Tempelhof zur ersten SOR-SMC in Berlin. Bestandteil dieses Festtages waren auch von SOR-SMC organisierte Workshops.

 

Mehr über den Festtag, Radiobeiträge und Fotos

Fußball soll es richten

Wie schafft es ein Oberstufenzentrum (OSZ) mit 2.700 SchülerInnen, das von Gymnasiasten, Fach- und Berufsschülern besucht wird, zu einer SOR-SMC zu werden?

 

Unser Praktikant Fabian Lohmann wollte es wissen. Er besuchte das OSZ Oberhavel in Oranienburg. Hier könnt Ihr seinen Bericht lesen.

 

 

Bild auf der rechten Seite:

"Kicker, Kämpfer und Legenden - Juden im deutschen Fußball". Das Plakat der Ausstellung, die durch das OSZ Oberhavel tourt.

Foto: Karsten Krull

Treffpunkt Opernplatz

Die erste gemeinsame Kundgebung der SOR-SMC-Schulen in Hannover zum Welt-Antirassismustag am 21.03.2007 war ein Erfolg. Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler aus Hannover, sowie aus Springe und aus Sehnde sind zusammengekommen, um ihre Ablehnung von Rassismus kundzutun.

 

Die Leiterin der Bundeskoordination von SOR-SMC, Sanem Kleff, war aus Berlin angereist, auch der Vorsitzende des DGB Region Hannover, Sebastian Wertmüller, war erschienen, um zu den Teilnehmer/innen zu sprechen.

Grundschüler machen Zeitung

Dies ist die erste Zeitung des "Club Courage" der Conrad-Grundschule in Berlin.

 

In ihr widmen sich die jungen RedakteurInnen so wichtigen Fragen wie: "Was ist Rassismus?" - Was ist Courage?" - Welche Rechte haben Kinder?"

 

Die Zeitung könnt Ihr hier als PDF-Datei herunterladen.

Link zu dem Video bei YouTube. Es wird ein neues Fenster aufgemacht, wo ihr das Video abspielen könnt.

Link zu dem Video bei YouTube. Es wird ein neues Fenster aufgemacht, wo ihr das Video abspielen könnt.

"Rassisten sind dumm, wir sind andersrum!"

Geschwister Scholl Gymnasium in Gardelegen bekam am 22. Februar 2007 den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

 

Eric Dörheit aus der Klasse 7b hat mit Hilfe einiger Freunde einen 2 minütigen Film erstellt, der sich mit Rassismus in Deutschland und möglichen Aktionsformen dagegen beschäftigt. Eric hat alles gemalt und animiert und seine Freunde haben die Figuren vertont.

 

Klickt auf das Bild, um das Video bei Youtube anzuschauen.

Arbeitskreis SOR-SMC. Foto: AFG

Das Anne-Frank-Gymnasium in Erding

Seit sieben Jahren ist das Anne-Frank-Gymnasium in Erding eine SOR-SMC.  Seitdem hat der Arbeitskreis "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" eine beeindruckende Fülle von Aktivitäten durchgeführt. Dokumentiert sind diese auf einer beeindruckenden Homepage des Arbeitskreises, die wir zur Lektüre empfehlen.

 

Mehr Informationen unter  http://sor.afg-erding.de

Foto: Holger Kulick

Warum musste Amadeu sterben?

Auf besonders würdige Weise gedachten Schüler in Eberswalde in diesem Jahr Amadeu Antonio, der vor 16 Jahren ermordet wurde.

 

Am 6. Dezember 1990 starb der 28-jährige Angolaner Amadeu Antonio in Eberswalde an den Folgen eines nächtlichen Überfalls durch eine Gruppe Neonazis. Um nicht wie jedes Jahr nur einen Kranz zum Gedenken niederzulegen, übernahmen Schüler in diesem Jahr die Regie.

 

Hier der Artikel von Holger Kulick

Anne und Jonas informierten im Berliner Olympiastadion 43.000 Hertha Fans über SOR-SMC. In ihrer Mitte Lehrer Detlef Stürmer. Foto: Mathias Renner/Hertha BSC

SOR-SMC und Hertha BSC

Zeig Rassismus die Rote Karte!

 

Am 21. Oktober beteiligte sich Hertha an der Antirassismus-Woche der Fußball-Bundesliga. Zwei Schüler der Dathe-Schule aus Berlin wurden von ihrem Paten Hertha BSC zum Spiel gegen Borussia Mönchengladbach im Berliner Olympiastadion eingeladen, um in der Halbzeitpause im Mittelkreis des Spielfeldes ein Interview über ihre Aktivitäten als Schülerinnen und Schüler gegen Rassismus zu geben. Dieser Auftritt wurde auf die Stadionleinwand übertragen und wurde von mehr als 43.000 Zuschauerinnen und Zuschauern verfolgt.

 

Die Dathe Schule in Berlin/Friedrichshain ist seit dem 8 Mai 2006 eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Verena G., 15, Mitglied des Schülerrats, am Stand von SOR-SMC in Stade. Foto: Jochen Müller

Verena G., 15, Mitglied des Schülerrats, am Stand von SOR-SMC in Stade. Foto: Jochen Müller

Schüler machen mobil!

"Wir fordern die Bundesregierung auf, die Förderung der SOR-Bundeskoordination mit Mitteln des Aktionsprogramms "Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" nicht einzustellen!"

 

So steht es auf einer Unterschriftenliste, die SchülerInnen des Schulzentrums Oldendorf (Landkreis Stade) entworfen haben. Die SchülerInnen schlossen sich damit der Kampagne "Schule ohne Rassismus muss sein!" an, die inzwischen von mehr als 100 Prominenten aus Politik, Kultur, Gesellschaft, Sport und Wissenschaft getragen wird. Am Samstag, den 23. September bauten sie im Rahmen eines „Aktionstages gegen Rechts“ des DGB einen Tisch in der Innenstadt von Stade auf und sammelten Unterschriften. Neben vielen BürgerInnen hat auch der Bürgermeister der Stadt mit einem "selbstverständlich" unterzeichnet.

 

Mit ihrer Aktion wollten die SchülerInnen auch demonstrieren: Es gibt Alternativen zum Rechtsextremismus im Stader Raum – die Schaffung von SOR-SMC-Schulen.

 

Hier findet Ihr die Unterschriftenliste als PDF-Datei

Die Klozeitung

Am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium in Regensburg erstellen die SchülerInnen Flugblätter zu Aktionen rund um "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und bringen die auf den Schultoiletten an.

 

Hier eine Ausgabe der Klozeitung aus Regensburg als PDF-Datei.

Wunsiedel zeigt Courage

Alle Schulen der Stadt werden zu einer SOR-SMC

Jedes Jahr im August gerät Wunsiedel bundesweit in die Schlagzeilen. Immer dann, wenn Neonazis in der Stadt in Oberfranken aufmarschieren, um Rudolf Heß, einstiger Stellvertreter Adolf Hitlers, zu gedenken. Das wollen die SchülerInnen in der Stadt nicht mehr widerspruchslos hinnehmen und haben sich zu einer ungewöhnlichen Aktion verabredet. Alle Schulen der Stadt bewerben sich derzeit um den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" und sammeln die dazu nötigen Unterschriften an ihrer Schule. Die SchülerInnen wollen auf diese Weise nicht nur alljährlich im August gegen Rechtsextremismus und Gewalt demonstrieren, sondern sich auf Dauer für Demokratie und Menschenrechte einsetzen.

 

Wunsiedel könnte damit schon bald die erste Stadt Deutschlands sein, in der alle Schulen dem Netzwerk von SOR-SMC angehören.

Die SchülerInnen werden bei ihren Aktivitäten von einem breiten Bündnis unterstützt. Bei einer Auftaktveranstaltung Ende April zeigte sich der zweite Bürgermeister Matthias Popp hoch erfreut über die breite Beteiligung der Wunsiedler Schulen . Er appellierte an die Lehrerinnen und Lehrer, Kinder und Jugendliche vor den Gefahren der NS-Ideologie und "vor falschen Verführern zu warnen und zu schützen". Hauptschullehrer Karl Rost warnte vor einer gelegentlich zu beobachtenden "präventiven Feigheit", die sich scheue, sich mit dem Rechtsradikalismus und seinem Gedankengut offensiv auseinander zu setzen: Auseinandersetzung sei besser als die Dinge tot zu schweigen.

 

Mehr Informationen in dem  Artikel von Frankenpost im Pressespiegel.

 

Logo Wunsiedel ist bunt
Titelverleihung am 15.11.2005 mit der Patin Julia Jentsch. Foto: Schulzentrum Geschwister Scholl

Titelverleihung am 15.11.2005 mit der Patin Julia Jentsch. Foto: Schulzentrum Geschwister Scholl

Projekttage am Schulzentrum Geschwister Scholl in Bremen

Am 22. und 23. Februar 2006 wurden am SZ Geschwister Scholl in Bremerhaven Workshops anlässlich des Todestages der Geschwister Scholl veranstaltet.

 

Patin der Schule ist die Schauspielerin Julia Jentsch, die für ihre Rolle in dem Film "Sophie Scholl – die letzten Tage" den Silbernen Bären der Berliner Festspiele 2006 als beste Hauptdarstellerin erhalten hatte.

 

Auf der Seite des Schulzentrums Geschwister Scholl findet ihr auch eine Zusammenfassung der vielfältigen Aktivitäten als PDF-Datei und ein paar Impressionen von der Titelverleihung mit Julia Jentsch.

Foto: obs/Vodafone Stiftung

Strahlende Sieger: Buddy-Schirmherrin Doris Schröder-Köpf im Kreise von Deutschlands sozialsten Schülern aus Duisburg (1. Platz), Berlin (2. Platz) und Weil am Rhein (3. Platz). Peter Neururer (Trainer Hannover 96), Jessica (Ex-"No Angels") und Florence Joy ("Star Search"-Gewinnerin) stehen als Buddy-Paten zur Seite. Buddy-Schirmherrin Doris Schröder-Köpf und Fußball-Bundesligatrainer Peter Neururer überreichten einer Schülerdelegation aus Duisburg in Hannover den Siegerpokal und einen Scheck über 5.000 Euro. Foto: obs/Vodafone Stiftung

SOR-SMC-Schule ausgezeichnet

Deutschlands sozialste Schüler kommen aus Duisburg!

 

Die SOR-SMC-Hauptschule Lange Straße aus Duisburg ist Gewinner des bundesweiten Schulwettbewerbs "Mach mit! Verantwortung leben" von buddY E.V. und Vodafone Stiftung Deutschland.

 

Beim Finale des diesjährigen Schulwettbewerbs, der soziale Aktivitäten von Schülern auszeichnet, hatte letztlich die GHS Lange Straße aus Duisburg die Nase vorn. Doris Schröder-Köpf, die Schirmherrin des Projektes, war begeistert: "Das große Engagement aller beteiligten Schüler und die Vielzahl der initiierten und verwirklichten sozialen Projekten ist großartig". "Die Hauptschule Lange Straße lebt soziale Verantwortung an Ihrer Schule."

 

Die Schule überzeugte die achtköpfige Fachjury durch die große Bandbreite und Bedeutung der umgesetzten Projekte. Praktisch alle Schüler haben an Projekten mitgewirkt. Neben dem Projekt „Schule ohne Rassismus“ kümmern sich die Schüler auch um die Pflege der Ehrenfelder russischer Soldaten und ukrainischer Zwangsarbeiter und engagieren sich im Seniorenheim. In der Schule selbst wurde ein Theaterstück zum Thema „Gesicht zeigen“ inszeniert.

 

Die Veranstaltung, moderiert von MTV-Moderator Patrice Bouedibela, war für alle Jugendlichen ein tolles Erlebnis - und Belohnung für soziales Engagement. Aus allen Bundesländern hatten buddY E.V. und Vodafone Stiftung eine jeweils zehnköpfige Schülerdelegation der jeweiligen Landessieger eingeladen, um am Finale teilzunehmen.

 

Ziel des Wettbewerbs ist es, Schüler und Lehrer zu motivieren, soziale Verantwortung an Schulen groß zu schreiben. „PISA hat neben Defiziten bei der Vermittlung klassischer Fachinhalte auch Nachholbedarf im sozialen Umgang der Schüler untereinander aufgezeigt. Wir wollen Schulen ermutigen, uns das Gegenteil zu beweisen oder sich künftig zu engagieren, etwa über das Buddy-Prinzip“, so Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer Vodafone Stiftung Deutschland. Für den Buddy-Schülerwettbewerb konnten Schüler aller weiterführenden Schulen Berichte über soziale Aktivitäten einreichen, die sie in ihrer Schule durchführen. Mehr als 1.500 Jugendliche beteiligten sich.

 

Mehr Informationen

 

Holocaust-Überlebende berichten: Der Hölle entronnen

Holocaust-Überlebende berichteten im Schulzentrum Findorff über ihre Schicksale

 

Fassungslos und entsetzt verfolgten Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs am Schulzentrum Findorff vor kurzem die Schilderungen der beiden Holocaust-Überlebenden Michaela Vidlakova, Jahrgang 1936, und Artur Radvansky, Jahrgang 1921, die beide aus Prag nach Bremen gekommen waren, um unter anderem auch an Schulen über ihr Leben zu berichten.

 

Während Michaela Vidlakova bereits als sechsjähriges Kind mit ihren Eltern 1942 nach Theresienstadt kam, dort wie ihr Vater und ihre Mutter nur mit Glück überlebte, musste Artur Radvansky erleben, dass seine Eltern umgebracht wurden und seine beiden taubstummen Brüder dem Euthanasie-Programm zum Opfer fielen. Er hatte bis zum Mai 1945, als er in Ebensee von den Amerikanern befreit wurde, die Lager Buchenwald, Ravensbrück, Sachsenhausen und auch Auschwitz erlebt, wo er als Lazaretthelfer dem berüchtigten Dr. Mengele begegnete. Auch für ihn grenzte es an ein Wunder, aus dieser Hölle lebend herausgekommen zu sein.

 

Für die Jugendlichen ist diese Zeit unendlich weit weg, sie haben Probleme, sich in die Epoche hinein zu versetzen. Aber gerade die Augenzeugenberichte zeigten, was auch in zahlreichen Nachgesprächen deutlich wurde, wie wichtig die Aufarbeitung dieses Kapitel deutscher Geschichte in Wirklichkeit ist. Das umso mehr, da immer wieder versucht wird, den Holocaust zu leugnen.

 

Das Schulzentrum Findorff hat sich im Rahmen des Projektes "Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage" verpflichtet, Aktionen und Veranstaltungen zu fördern, die Rassismus bekämpfen und zu couragiertem Handeln aufrufen. Nach den Berichten der beiden Gäste aus Tschechien, so die Schulleitung, würden es Agitatoren rechtsextremer Parteien sehr schwer haben, ihr Gedankengut den Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums Findorff nahe zu bringen.

 

Quelle: WESER KURIER vom 02.02.2006

 

Projekttag in Dörverden

Projekttag in Dörverden. Foto: Kreisjugendring Nienburg

Projekttag in Dörverden. Foto: Kreisjugendring Nienburg

170 SchülerInnen aktiv beim Projekttag "Schule ohne Rassismus  - Schule mit Courage" am 21. November 2005 in Dörverden

 

Auf Initiative des Kreisjugendringes Nienburg e. V. und des FLORA-Büros hat am 21. November im Tagungshaus Drübberholz in Dörverden ein breites Bündnis aus der Region Nienburg/Verden einen Projekttag "Schule ohne Rassismus  - Schule mit Courage" durchgeführt. Unterstützt wurde das Projekt durch  den Landespräventionsrat und dem Büro der der Ausländerbeauftragten des Landes Niedersachsen.

 

170 Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen aus den Landkreisen Nienburg/Weser, Verden/Aller, Diepholz und Walsrode nahmen daran teil. Den Schülern der Waldschule Steyerberg wurde die Teilnahme durch die Schulleitung verboten, weil sie aufgrund der Presseberichterstattung Übergriffe durch Rechtsextremisten fürchtete. Rudi Klemm, vom Kreisjugendring Nienburg, zeigte sich darüber erstaunt, da er nach Rücksprache mit der Polizei die Schulleitung mehrfach darauf hingewiesen hatte, dass es keine besonderen Sicherheitsrisiken gäbe.

 

Mehr Informationen zum Projekttag

 

Gymnasium am Wall in Verden

Tag der Demokratie, Berlin 8.Mai 2005. Von links: Ulrike Mensen aus Verden, Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, Marjatta Pillette aus Verden, Projektleiterin SOR-SMC Sanem Kleff. Foto: Eberhard Seidel

 

Das Gymnasium am Wall in Verden wurde am 07.01.2005 als SOR-SMC-Schule ausgezeichnet. In den zurückliegenden Monaten haben die SchülerInnen zahlreiche Aktionen organisiert - vor allem gegen die NPD, die vor den Toren Verdens ein Schulungszentrum errichten will. Das Gymnasium am Wall ist Teil des Bündnisses "Verden ist bunt" und hat federführend an der Gründung von KONTrassT mitgewirkt. Das Bündnis Verden ist bunt, wurde am 23.Mai 2005 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als Botschafter der Toleranz ausgezeichnet.

 

Wer oder was ist KONTrassT?

 

KONTrasst ist das neue Schülermagazin kontra Rassismus, das die die AG "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" vom Gymnasium am Wall gemeinsam mit der COURAGE-AG des Domgymnasiums erstellt haben. Hier könnt Ihr die erste Ausgabe von KONTrassT als PDF-Datei herunterladen. Mehr Informationen unter   www.contrasst.de.

 

Doch KONTrassT ist noch viel mehr! Es ist ein Schülerbündnis gegen Rechts für alle interessierten Schüler aus dem Landkreis Verden. Dabei sind bis jetzt Schüler vom Domgymnasium, dem Gymnasium am Wall, dem Cato Bontjes van Beek Gymnasium, den Berufsbildenden Schulen in Dauelsen, den Schulzentren in Kirchlinteln und Dörverden - und es werden immer mehr. Wir treffen uns in regelmäßigen Abständen um uns bei den Projekten einzelner Schulen zu unterstützen, aber natürlich auch um gemeinsam Aktionen zu planen.

 

 Wenn du Lust hast selber mit zu machen, dann mail einfach an  kontakt(at)kontrasst.info und gib deinen Namen und deine Schule an.

 

Erich Kästner-Gesamtschule in Essen

Titelverleihung in Essen. Foto: www.ekg-essen.de

Die Erich Kästner-Gesamtschule ( www.ekg-essen.de) in Essen ist eine Schule, die von Kindern und Jugendlichen aus 24 verschiedenen Nationen besucht wird.

 

Jeden Tag sind diese Menschen zusammen, lernen zusammen, leben zusammen. Das ist nicht immer konfliktfrei. Aber wir sind ständig bemüht, mögliche Konflikte entweder zu vermeiden oder zu lösen.

 

Dass sich an unserer Schule tatsächlich 24 Nationen treffen, haben wir aber erst bei den Vorbereitungen zu dem Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bemerkt. Schülerinnen und Schüler aus all diesen Ländern kamen bei der Titelverleihung mit Flaggen ihrer Staaten auf die Bühne, um gemeinsam die Auszeichnung entgegenzunehmen.

 

An der Erich Kästner-Gesamtschule hat projektorientierter Unterricht

einen hohen Stellenwert.

 

Immer wieder finden Aktionen zu bestimmten Themen statt. Hier eine Auflistung der Projekte, die im Schuljahr 2004/ 2005 an der Erich-Kästner-Gesamtschule durchgeführt wurden.

 

Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg in Köln

Open Space Islam und Ich am Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg in Köln. Foto: Hacky Hagemeier

Das Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg in Köln ( www.naob.kbs-koeln.de) ist seit 2002 SOR-SMC. In den letzten Jahren hat sie zahlreiche Aktivitäten und Projekte im Rahmen von SOR-SMC entwickelt. Das ist umso bemerkenswerter, da eine Berufsschule in der Regel schlechte Voraussetzungen für Projektarbeit bietet, da die Schülerinnen und Schüler in der Regel nur eins, zwei Wochen am Stück den Unterricht besuchen und ansonsten in dem Betrieb ausgebildet werden.  

 

Nähere Informationen zu den Projekten unter  http://www.naob-koeln.de/Projektedateien/SchuleohneRassismus/sor1.htm

 

Edith-Stein-Schule in Friedrichsthal

Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm. Rektor Hillen mit der Projektgruppe. Foto: M. Yilmaz

Die Edith-Stein-Schule ( www.edith-stein-schule.net) in Friedrichsthal im Saarland ist seit 2002 eine SOR-SMC. Die Schule arbeitet intensiv an anspruchvollen Projekten.

 

Abgeschlossen ist mittlerweile die Ausstellung zur Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm in Saarbrücken, auf dem 2005 das bundesweite SchülerInntreffen von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" stattgefunden hat. Die Ergebnisse der Projektarbeit der Edith-Stein-Schule könnt Ihr euch unter  www.neue-bremm-online.de ansehen.

 

Aktuell arbeitet die Schule an einem Projekt zur Namensgeberin der Schule Edith Stein.

 

Werner-Stephan-Oberschule in Berlin

Die Werner-Stephan-Oberschule ( www.wso-berlin.de) ist die erste SOR-SMC-Schule in Berlin. In den letzten Jahren hat sich die Schule ein Schulprofilerarbeitet, das in der Öffentlichkeit breit als beispielhaft diskutiert wird Eine wichtige Rolle spielt dabei "Versprechen an die Schulgemeinschaft", das in jedem Jahr von den KlassensprecherInnen ausgearbeitet wird und für alle SchülerInnen bindend ist.

 

Darin heißt es zum Beispiel unter den Punkten eins bis vier:

 

  1. Ich respektiere meine Mitschüler/innen egal, welche Nationalität sie haben und behandele sie so nett und freundlich, wie ich auch von ihnen behandelt werden möchte.
  2. Ich bringe keine Drogen und Waffen oder rechtsradikale Sachen mit.
  3. Ich werde mein Handy vor Unterrichtsbeginn ausschalten.
  4. Ich beschmiere die Schule nicht und benutze kein fremdes Eigentum ohne vorherige Erlaubnis.

 

Weitere Informationen zum Schulprofil und den SOR-SMC-Aktivitäten auf der  Homepage der Schule.

 

Der Pate Dieter Baumann überreicht 1996 den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" an das Berufsinstitut Dr. Flad in Stuttgart. Foto: Berufsinstitut Dr. Flad

Der Pate Dieter Baumann überreicht 1996 den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" an das Berufsinstitut Dr. Flad in Stuttgart. Foto: Berufsinstitut Dr. Flad

Fotos: Berufsinstitut Flad

Fotos: Berufsinstitut Flad

Integration statt Intoleranz

"Rassismus schadet allen! -

für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland"

 

Das Berufskolleg Institut Dr. Flad ( www.chf.de)  in Stuttgart gehört zu den ältesten "Schulen ohne Rassismus - Schule mit Courage" in Deutschland. Bereits seit dem 12. Juni 1996 gehört es zu den Schulen ohne Rassismus und engagiert sich im Schulalltag für die Toleranz gegenüber Minderheiten und gegen Rassismus. Diese Erziehungsziele entsprechen in vollem Umfang auch den Aufgaben einer UNESCO-Projektschule, die das Institut ebenfalls ist. Schirmherr ist Olympiasieger Dieter Baumann. Berichte und Fotos der vielen Aktivitäten die die Schülerinnen und Schüler seit 1996 durchgeführt haben, könnt Ihr auf der  Homepage der Schule einsehen.

 

Anläßlich der internationalen Woche gegen Rassismus 2006 fand am 13. März 2006 im Berufsinstitut Flad in Stuttgart eine Podiumsdiskussion statt. Die SchülerInnen diskutierten mit Vertretern der CDU, SPD, FDP und den Grünen folgende Fragen: Sollen "Ausländer raus", wenn sie sich nicht anpassen? Oder brauchen wir eher eine multikulturelle Gesellschaft ohne Kruzifixurteil und Kopftuchverbot? Auch der umstrittene "Muslimtest" war Thema. Mehr über die Veranstaltung könnt Ihr in einem Bericht auf der  Homepage der Schule lesen.

 

Das Berufsinstitut Flad ist seit 1996 Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Einen Überblick, was die Schule in den letzten Jahren an Aktivitäten ergriffen hat, findet Ihr auch auf der  Homepage.

 

Titelseite, Inside Ausgabe 10 vom 10.03.2006

Titelseite, Inside vom 10.03.2006

Gemeinsam gegen Rassismus kämpfen

Schüler setzen Zeichen

 

Die Kooperative Gesamtschule (KGS) Rastede ist seit 2001 "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". "Doch auf diesem Qualitätssiegel ruht sich die Schule nicht aus", schreibt die Journalistin Katrin Bendel in der aktuellen Ausgabe von Inside, dem Veranstaltungsmagazin der Nordwest Zeitung. Seit Jahren engagiert sich die "AG für den Frieden" mit vielfältigen Aktionen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus – und für den Frieden. Anfang März 2006 besuchte der israelische Botschafter Shimon Stein die Schule und sprach zwei Stunden  mit den SchülerInnen über den Nahost-Konflikt. Auch mit dem Zentralrat der Sinti und Roma arbeiten die SchülerInnen der KGS eng zusammen und engagieren sich für die Errichtung eines Mahnmals zur Erinnerung an die während der Nazizeit ermordeten Sinti und Roma. Zahlreiche weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung. Ausruhen? Gibt es nicht. AG-Mitglied Benjamin Bergemann bringt es auf den Punkt: "Wer nichts mehr tut, der hat schon verloren".

 

Den ganzen Artikel aus "Inside" könnt ihr hier als PDF-Datei herunterladen.

 

Mehr Informationen über die Aktivitäten an der KGS Rastede findet ihr unter  www.ag-fuer-den-frieden.de

 


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