Bundestreffen 2009 in Würzburg

"Rechtsextremismus hat viele Gesichter. Ideologien der Ungleichwertigkeit in der Einwanderungsgesellschaft" - Dies war das Motto unseres bundesweiten Treffens 2009.

 

150 Aktive aus SOR-Schulen trafen sich vom 12.-14. Juni in Würzburg. Sie reisten aus dem ganzen Bundesgebiet an und diskutierten, planten, informierten, lernten und feierten in der Jugendbildungsstätte Unterfranken. Ein Haus der interkulturellen Begegnung - bunt, vielfältig und mit außerordentlich freundlichen MitarbeiterInnen.

 

Bereits kurz nach der Ankunft begannen einige Jugendliche mit dem Aufbau des "Marktes der Möglichkeiten", auf dem die SchülerInnen Aktivitäten an ihrer Schule vorstellten. Andere besuchten die Rechtsextremismus-Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung, die für das Wochenende aufgebaut wurde und umfassend zum Thema informierte.

 

Richtig los ging es dann am Abend des 12. Juni. Nach der Begrüßung durch die Projektleiterin Sanem Kleff und den Geschäftsführer Eberhard Seidel stellten die SchülerInnen Projekte vor, wie sie den Gedanken von SOR-SMC an ihrer Schule mit Leben füllen.

 

Für das Gelingen der Tagung sorgte der unermüdliche Einsatz unseres Organisationsteams, das in diesem Jahr aus unserem Mitarbeiter Ingo Grastorf und unseren studentischen Mitarbeiter Daniel Olivares-Gomez und Paul Bertheau bestand. Ebenso im Dauereinsatz war der Berliner Fotograf Metin Yilmaz, der seit Jahren die Aktivitäten von SOR-SMC dokumentiert.

Workshops

Auf den Bundestreffen von Schule ohne Rassismus steht der Samstag traditionell ganz unter dem Zeichen der Workshops, die gemeinsam mit den Kooperationspartnern durchgeführt werden. Hier haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich inhaltlich weiterzubilden. Aber auch für den Erfahrungsaustausch bleibt genügend Raum.

 

Zehn Workshops waren es in diesem Jahr.

Workshop: Auf die Dauer hilft nur…?

SOR-Schule werden, ist nicht schwer; es zu bleiben, dagegen manchmal sehr. Was können wir tun, um unser Schulprojekt am Laufen zu halten? Gemeinsam mit den Referenten Armin Ahlheim und Christoph Wesemann überlegten sich die Jugendlichen, wie man Ideen findet, sammelt und strukturiert und diese in spannende Projekte umsetzt.

 

Die Link für Dateidownload folgt Ergebnisse des Workshops könnt Ihr hier nachlesen.

Workshop: Mach doch kein Theater!

Lutz Bublitz vom Theater "Rote Grütze" in Berlin, erarbeitete mit SchülerInnen Theaterszenen zu den Themen Vorurteile und Diskriminierung, die am Abend vor den begeisterten SchülerInnen aufgeführt wurde.

 

Mehr zum Workshop-Leiter Lutz auf der  Homepage von "Rote Grütze"

Workshop: Rechtsextremismus hat viele Gesichter

Im Workshop "Rechtsextremismus hat viele Gesichter" erläuterte der Referent Michael Weiß vom antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V. (apabiz) die Bedeutung unterschiedlicher Symbole der rechtsextremen Szene. Thema waren auch die Inhalte rechtsextremer Songtexte. Michael war überrascht wi hoch der Informationsstand der SeminarteilnehmerInnen inzwischen ist. 

 

Mehr Informationen zu unserem Kooperationspartner apabiz auf der
 Homepage vom antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.

Workshop: Homophobie

In diesem Workshop ging es zum einen um Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung und zum anderen um den Erfahrungsaustausch homosexueller, heterosexueller oder bisexueller Lebensweisen.

 

Der Referent Robert Kordts-Freudinger informierte darüber hinaus, wie es zum Christopher Street Day kam und warum wir ihn brauchen. Im zweiten Teil des Workshops besuchten die TeilnehmerInnen am Nachmittag den CSD in Würzburg, wo sie auch Informationsmaterialien zu Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage an die Besucher verteilten.

 

Zum Thema "Sexuelle Orientierung" hat die Bundeskoordination eine 48-seitige Broschüre veröffentlicht. Diese Broschüre und auch andere Publikationen könnt Ihr auf der interner Link folgtSeite Publikationen bestellen.

Workshop: Rap

Was ist Rap und wo kommt diese Musik her? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Rap-Workshop!

 

Sie bekamen Informationen zum Ursprung von Hip Hop und Rap. Sie erfuhren Details über verschiedene Ausprägungen und Richtungen dieses Musikstils und mit welcher Technik man seine Ideen umsetzen kann.

 

Es blieb nicht bei der Theorie. Die TeilnehmerInnen verfassten eigene Texte und nahmen sie zu den Beats, die Workshop-Leiter Florian Steindle mitbrachte, auf. 

 

Mehr Informationen zu der Auseinandersetzung mit Rap im Rahmen von SOR-SMC findet Ihr auf unseren interner Link folgt"Rap for Q-rage"- Seiten

Workshop: Stolpersteine und Antisemitismus

Das Stolperstein-Projekt des Künstlers Gunter Demnig erinnert mit seinen Pflastersteinen aus Messing an individuelle Schicksale von Opfern des Nazi-Regimes. Der Workshop begab sich auf eine "Stolpersteine-Tour" durch Würzburg und erfuhr dabei mehr über das Projekt und das Leben in dieser Stadt.

 

Mehr zum Stolperstein-Projekt findet Ihr unter  www.stolpersteine.com

 

Mehr Informationen über die Angebote des Anne-Frank-Zentrums zum Thema Antisemitismus findet ihr auf der  Homepage des Anne-Frank-Zentrums

Workshop: Jugendkulturen zwischen Islam und Islamismus

In diesem Workshop wurde über eine Jugendszene informiert, die in Deutschland an Bedeutung und Einfluss gewinnt, über die es aber bislang nur wenig Wissen gibt. In spannenden Diskussionen ging es um die Fragen: Wo sind die Jugendkulturen unproblematisch? Und warum landen manche Jugendliche in den armen radikaler Prediger?

 

Referent des Workshops war Jochen Müller vom Verein "Ufuq.de – Medienforschung und politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft". Weitere Informationen auf der  Homepage von ufuq.de

 

Zu dem Thema hat die Bundeskoordination die Broschüre "interner Link folgtJugendkulturen zwischen Islam und Islamismus. Lifestyle, Medien und Musik" veröffentlicht.

Workshop: Würzburg interkulturell

In einer Exkursion nach Würzburg lernten die TeilnehmerInnen die Stadt von ihrer bunten Seite kennen. In der etwas anderen Stadttour schärften die beiden Referenten Gerasimos Warmann und Matthias Treu den Blick für den interkulturellen Reichtum der Stadt und erläuterten, welche Spuren die Einwanderer hinterlassen haben und wie sie das neue Würzburg mitgestalten.

Workshop: Unsere Stadt ohne Rassismus

Als SOR-SMC-Aktive gestalten wir unsere Schule. Wie sieht es darüber hinaus in deiner Stadt, deinem Dorf oder Kiez aus? In Städten wie Bremen und Friedrichstal haben Schülerinnen bereits das Projekt "Unsere Stadt ohne Rassismus" umgesetzt. Die Referenten Tanja Berg und Alex Freier informierten über die Aktivitäten von Jugendlichen in Treptow-Köpenick, die nun versuchen, ihren Stadtteil im Berliner Osten zu einem "Stadtteil ohne Rassismus" zu machen.

 

Mehr Informationen zu unserem Projekt "Stadt ohne Rassismus" findet Ihr interner Link folgthier

Workshop: Rassismus

Wie begegnen wir Rassismus, wie werden Menschen mit anderem ethnischen Hintergrund in Medien dargestellt? In dem Workshop stellte der Referent Marin Ganguly Eigen- und Fremdwahrnehmungen in Rollenspielen und Filmanalysen auf den Prüfstand.

Saturday-Night-Show

Nach einem wunderbaren Grill-Abendessen trafen sich ab 19.30 Uhr die 150 TeilnehmerInnen zur Saturday-Night-Show.

 

Zum Auftakt präsentierte der Theater-Workshop, was sie einen Tag lang erarbeitet und einstudiert haben.

 

Der Rap-Workshop performte einen Song, den sie im Verlauf des Tages geschrieben haben. Der Inhalt des Songs: Was uns in unserem noch recht jungen Leben alles so bewegt.

 

Höhepunkt der Show war der Auftritt des Berliner Rappers Satus, einem der Gewinner unseres letzten Contests "Rap for Q-rage".

 

Und nach der Show ging es direkt über in die Aftershow-Party in der Gartenanlage der Jugendbildungsstätte – romantisches Lagerfeuer inklusive.


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