
SchülerInnen fordern Antidiskriminierungsagenda
Fünfzehn SchülerInnen aus mehreren Chemnitzer Schulen besuchen am Montag, den 27. Februar 2006 das Chemnitzer Rathaus. Sie werben bei ihren Stadtparlamentariern für die Unterzeichnung der von ihnen im Rahmen des Projektes „Unsere Stadt ohne Rassismus“ entworfenen Antidiskriminierungsagenda, die unter anderem die Einrichtung eines Jugendparlaments fordert. Die SchülerInnen folgen damit der Einladung der Fraktionsvorsitzenden der PDS, CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und der FDP, die mehr über dieses spannende Projekt in ihrer Stadt erfahren wollen.
30 Minuten Zeit haben die Abgeordneten der SPD und des Bündnis90/ Die Grünen den SchülerInnen eingeräumt, um sie von dem Anliegen zu überzeugen. Anschließend unterzeichnen alle Abgeordneten die Agenda. Ganz anders geht es ein paar Räume weiter zu. Dort lassen sich die StadträtInnen aus CDU und FDP über das Projekt unterrichten. Ohne auch nur eine Unterschrift zu bekommen, verlassen die SchülerInnen die Sitzung und werden auf unbestimmte Zeit mit einer noch ausstehenden Entscheidung über die Unterzeichnung der Agenda vertröstet. Bei den PolitikerInnen der PDS, der stärksten Fraktion im Chemnitzer Stadtrat, rennen die SchülerInnen offene Türen ein. Die meisten Abgeordneten sind bereits über das Projekt informiert und deshalb schnell bereit, die Agenda zu unterzeichnen.
Zum Abschluss des Projekttages werden die SchülerInnen vom Chemnitzer Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert zum Gespräch eingeladen. Seifert unterzeichnet die Agenda und sichert ihnen seine Unterstützung zu. In den nächsten Wochen möchte er gemeinsam mit den Jugendlichen konkrete Schritte planen, um das Projekt „Chemnitz ohne Rassismus – Chemnitz mit Courage“ umzusetzen.
Die Chemnitzer Antidiskriminierungsrichtlinie im Wortlaut könnt Ihr hier als PDF-Datei herunterladen.
Eindrücke von der Aktion in Chemnitz findet Ihr in einer Fotogalerie.