Tipps zur Nachhaltigkeit

Das Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage hat zum Zeitpunkt der Titelverleihung durch die Bundeskoordination eine hohe Zustimmung an der Schule. Alle sind voller Tatendrang und wollen sich engagieren. Das muss aber nicht immer so bleiben. So kann es passieren, dass eine hoch motivierte Gruppe ihre Schulzeit beendet, ohne dass Nachfolger*innen ihre Arbeit weiterführen. Oder ein engagierter Kollege wechselt die Schule, ohne dass sich jemand findet, der fortan das Projekt mit vergleichbarem Elan begleitet. Hier ein paar Tipps, die helfen können, die Freude an der Projektarbeit auf Dauer abzusichern.

 

AG Schreibwerkstatt in Berlin. Fotos: Aris Papadopoulos
AG Schreibwerkstatt in Berlin, Foto: Aris Papadopoulos

Anregungen für Schüler*innen

  • Den Tag der offenen Tür nutzen, um neuen Eltern und Schüler*innen das Projekt vorzustellen.
  • In den neuen Klassen eine Unterrichtseinheit zu den Ideen und Zielen von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage durchführen.
  • Unterschriftensammlung in neuen Klassen wiederholen.
  • Schulabgänger*innen als Betreuer*innen für die Klassenaktivitäten gewinnen.
  • Patenschaften zwischen den oberen und unteren Klassen einrichten.
  • Workshop „Schüler*innen für Schüler*innen“ anbieten. Peer education!

 

 

Bundesfachtag in Berlin.

Anregungen für Lehrer*innen

  • Übernahme der Verantwortung durch ein Team von Lehrer*innen.
  • In jedem Schuljahr mindestens einmal „Fachkonferenz Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, Gedankenaustausch und Neuplanung von Aktivitäten.
  • Über die Landeskoordinationen schulinterne Seminare für Lehrkräfte anbieten.
  • Angebote der Bundeskoordination ins Bewusstsein rücken.
  • Handbücher bewerben, Anregungen zur eigenen Arbeit geben und Vorbereitungsstress abnehmen.

 

Begrüßung beim Berliner Jahrestreffen im Rathaus Schöneberg.
Begrüßung beim Berliner Jahrestreffen im Rathaus Schöneberg, Foto: Aris Papadopoulos
Kooperationspartner beim Berliner Jahrestreffen.

Anregungen für die Schulorganisation

  • Auf der Schulkonferenz einen festen TOP einplanen.
  • Projektgruppe einrichten und jedes Jahr aus den neuen Klassen mindestens eine/n Schüler*in aufnehmen.
  • Bestimmte Ereignisse an wiederkehrenden Terminen begehen: 27. Januar (Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus), 23. Mai (Tag der Demokratie, Verkündung des Grundgesetzes), 9. November (Reichspogromnacht, Öffnung der Mauer).
  • Zertifikate für Schüler*innen, die sich kontinuierlich beteiligen, Projekte initiieren und umsetzen.
  • Bescheinigungen, die auch für spätere Bewerbungen interessant sein können, für die Teilnahme an schulinternen Workshops, landes- und bundesweiten Courage-Treffen oder Seminaren ausstellen.
  • Auf dem Zeugnis die aktive Mitwirkung vermerken.
  • Übernahme der Leitung und Verantwortung für die Weiterführung der Aktivitäten durch die Schüler*innenvertretung, dafür besser ausgestaltetes Mitwirkungsrecht einräumen.
  • Paten aktiv einbeziehen und konkrete Mitwirkungsmöglichkeiten an sie herantragen.
  • Angebote der Landes- und Bundeskoordination regelmäßig an alle Klassen weitergeben.