SOR-SMC -  ZUR DISKUSSION

Zur Diskussion

Hier stellen wir Euch Diskussionsbeiträge zu aktuellen Themen zur Verfügung.

 

"Für vorbestellte Moslems". Gesehen in der Kantine der Jugendherberge in Goslar, 2007. Foto: Metin Yilmaz

"Für vorbestellte Moslems". Gesehen in der Kantine der Jugendherberge in Goslar, 2007. Foto: Metin Yilmaz

Kriminelle Ausländer? Böse Muslime?

In diesen Wochen wird wieder einmal intensiv über kriminelle Ausländer und gewaltbereite Muslime in Deutschland diskutiert. Hier könnt Ihr drei  Beiträge von Eberhard Seidel, Geschäftsführer von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage zum Thema hören beziehungsweise lesen.

 

Interview auf Deutschlandradio am 16.01.2008, mp3-Datei (4MB)

  oder Artikel im Pressespiegel

Interview auf "Motor FM" am 04. Januar 2008, mp3-Datei (4MB)

Eine neue Integrationsdebatte, Tageszeitung "taz" vom 27.12.2007

Türkische Schulen und die Integration

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan (rechts), seine Frau Emine Erdogan und der türkische Staatsminister Yazicioglu (links) während eines Besuchs im Februar in Ludwigshafen. Foto: Metin Yilmaz

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan (rechts), seine Frau Emine Erdogan und der türkische Staatsminister Yazicioglu (links) während eines Besuchs im Februar in Ludwigshafen. Foto: Metin Yilmaz

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat mit seinem Vorschlag, in Deutschland türkische Schulen zu eröffnen, eine Debatte ausgelöst. Sanem Kleff, Projektleiterin von Schule ohne Rassismus, hat nun in "Kulturzeit" auf 3Sat daran erinnert :

 

"Wir müssen eine Koalition derer bilden, die für die positiven Werte, die wir stark machen wollen, stehen: Freiheit des Individuums, Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit, Selbstbestimmung in sexuellen Fragen. Wir müssen gemeinsam gegen die Feinde einer solchen Leitkultur in Deutschland kämpfen. Gleiche Rechte für Mann und Frau, Respekt gegenüber Minderheiten wie Homosexuellen - das sind Werte, die den Kindern hier vorgelebt werden."

 

Bericht auf 3Sat vom 25.02.2008

Interview mit Eberhard Seidel auf fluter.de

Türkische Karrieren

Aus dem Streit über den Kölner Moscheebau ist eine Grundsatzdebatte über den Islam geworden. Die Religion definiert den Menschen, jeder Muslim gilt als Verfassungsfeind.

 

Kommentar von Sanem Kleff und Eberhard Seidel in der Tageszeitung taz vom 21.08.2007.

Mit dem Imam gegen Judenhass

Der Antisemitismus in Deutschland hat viele Gesichter - darunter auch ein muslimisches. Dieser speist sich aber nicht aus religiösen Quellen, sondern ist ein modernes Phänomen.

 

Kommentar von Michael Kiefer und Eberhard Seidel in der Tageszeitung taz vom 15.3.2007.

Sprachlos in der ersten Klasse

Ein Viertel der Schulanfänger und zwei Drittel der Einwandererkinder können dem Unterricht nicht folgen. Ändern kann das nur eine konzertierte Aktion aller Beteiligten.

 

Der Beitrag von Christian Füller aus der taz vom 19.2.2007

Die Deutschen und ihre Vorurteile

Die Abwertung des Islam nimmt zu

 

Die deutsche Mehrheitsgesellschaft wird fremdenfeindlicher. Das bringt Migranten in eine paradoxe Lage: Sie sollen sich integrieren - werden aber nicht als Gleiche akzeptiert. Deshalb klammern sich viele Muslime an die Religion, meint der Soziologe Wilhelm Heitmeyer in einem Gespräch mit dem taz-Journalisten Stefan Reinecke und Eberhard Seidel, Geschäftsführer von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.

 

Das ganze Gespräch mit Wilhelm Heitmeyer könnt Ihr hier lesen

Ins Schwimmen geraten

Politiker klagen, dass viele muslimische Schülerinnen den Turn-, Schwimm- und Sexualkundeunterricht boykottieren. Stimmt das überhaupt?

 

Der Artikel von Martin Spiewak in: Die Zeit, 7. Dezember 2006

Essay "Zwangsheirat und multikulturelle Debatte"

Zwangsheirat und multikulturelle Debatte

Seit einigen Monaten wird in Deutschland leidenschaftlich über Zwangsheirat und die multikulturelle Gesellschaft diskutiert. Häufig polemisch und wenig sachkundig – auch in den Schulen. Wir möchten Euch deshalb auf einen Aufsatz des Direktors des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Heiner Bielefeldt, aufmerksam machen.

 

Bielefeldt macht deutlich, dass Zwangsheirat eine gravierende Menschenrechtsverletzung darstellt, die in einer freiheitlichen, dem Schutz der Menschenrechte verpflichteten Gesellschaft nicht hingenommen werden kann. Gleichzeitig ist dafür Sorge zu tragen, dass die notwendige öffentliche Debatte nicht Stigmatisierungen kultureller Minderheiten Vorschub leistet.

 

Ihr findet den Text als PDF hier.

 

"Das Übel bei den Wurzeln packen." Unter solchen Mottos demonstrierten Schüler vor einigen Jahren bundesweit gegen Rechts. Frankfurter Rundschau vom 30.05.2006

Jetzt im Sommer liegen wir am See

Wie es sich anfühlt, in einer No-go-Area zu leben

 

"Etwa 40.000 Menschen leben in meinem Heimatstädtchen Oranienburg nördlich von Berlin. Hier gibt es schöne Seen, manchmal Stress mit Skins, ein barockes Schloss von 1652, die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen - und sonst nicht viel zu tun."

 

Wie es sich anfühlt, in einer No-go-Area zu Hause zu sein, beschreibt Emilie Plachy, Schülerin an einem Oranienburger Gymnasium in der taz vom 30.05.2006. Sie schrieb den Text unter Pseudonym, denn man kennt sich in der Stadt.

 

Den ganzen TAZ-Artikel könnt Ihr im Pressespiegel lesen

 

Mehr Informationen zur Situation in Oranienburg findet Ihr auch in dem Artikel "Gegen 'rechte' Gewohnheiten. Das Runge-Gymnasium in Oranienburg kämpft als "Schule ohne Rassismus" gegen Rechtsextreme und Mitgliederschwund" in der Frankfurter Rundschau vom 30.05.2006

 

Viele Schulen tun etwas gegen Gewalt

Wissenschaftler: SOR-SMC-Schulen leisten wichtigen Beitrag

 

Politiker diskutieren über die Ausweisung nicht integrationswilliger Schüler oder die Abordnung von Gewalttätern in Internate. Seit dem Hilferuf der Berliner Rütli-Schule steht das Thema im Brennpunkt der Öffentlichkeit. Experten warnen aber vor einer Überzeichnung des Problems in dem Sinne, dass die deutschen Schulen ein Hort der Gewalt seien und dem Problem hilflos gegenüberstünden. In Wahrheit gibt es nach Auskunft der Kultusministerkonferenz in ganz Deutschland eine Vielzahl von Förder- und Vorbeugungsprogrammen, die auch durchaus Wirkung zeigen.

 

Wichtig nennt Professor Heinz-Werner Pöchau, Berichterstatter der Kultusministerkonferenz in diesem Zusammenhang  gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass viele Schulen die Verpflichtung „Schule ohne Rassismus“ ins offizielle Schulprogramm aufgenommen haben.

 

Den ganzen Artikel könnt ihr unter dem Menüpunkt "Zur Diskussion/Gewalt in Schulen" lesen.

 

Verletzt Deutschland das Menschenrecht auf Bildung?

Titelseite der Tageszeitung vom 15. Februar 2006

Titelseite der Tageszeitung vom 15. Februar 2006

Krisengebiet Schule

 

Die miesen deutschen Pisa-Ergebnisse beschäftigen jetzt auch die Vereinten Nationen. Seit dem 15. Februar reist der UN-Bildungskommissar Vernor Muñoz für zehn Tage durchs Land und prüft, ob das Recht auf Bildung in Deutschland auch für alle Kinder gilt.

 

Er soll ermitteln, ob das Bildungssystem Migranten benachteiligt. Denn jedes fünfte Zuwandererkind schafft gar keinen Abschluss und nur neun Prozent im Gegensatz zu 25 Prozent der deutschen SchülerInnen erlangen die allgemeine Hochschulreife.

 

Der UN-Bildungskommissar wird prüfen, ob der Vorwurf berechtigt ist, dass Migrantenkinder im Verlauf ihrer Bildungskarriere immer stärker von deutschen SchülerInnen getrennt werden, sodass im Ergebnis eine ethnische Differenzierung entstehe – in den Abschlüssen, den Kompetenzzuwächsen, den Schulerfolgen.

 

Der Artikel Krisengebiet Schule, taz vom 15. Februar 2006

 

Das Interview mit Karin Babbe, Leiterin der Erika-Mann-Schule in Berlin, , taz vom 15. Februar 2006

 

Der Artikel UN suchen Chancen für arme Kinder, Tagesspiegel vom 15. Februar 2006

 

Der Artikel Das Bildungssystem auf dem Prüfstand, ARD-Hörfunkstudio Genf vom 13. Februar 2006

 

Der Artikel UNO-Schul-Sheriff, Spiegel Online vom 13.02.05

 

Hoyerswerda - Eine Stadt rückt zusammen

Seit 1991 haftet Hoyerswerda das Stigma der Ausländerfeindlichkeit an. Der Grund: Vor fünfzehn Jahren überfielen Neonazis, unter dem Beifall von Anwohnern, ein Asylbewerberheim.

 

Wer mehr über die Stadt wissen möchte, dem empfehlen wir die Lektüre der Reportage "Eine Stadt rückt zusammen". Geschrieben hat sie die Berliner Journalistin Regine Sylvester, die auch das Léon-Foucault-Gymnasium, eine von zwei SOR-SMC-Schulen in Hoyerswerda, besuchte.

 

Hier der Artikel aus der Berliner Zeitung vom 7. März 2006 als PDF-Datei.

 


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