Beispiel Friedrichsthal

Auch in Friedrichsthal haben sich SchülerInnen auf den Weg gemacht, ihre Kommune zu motivieren eine "Stadt ohne Rassismus" zu werden.

 

Inzwischen haben mehr als 70 Prozent eine Nichtdiskriminierungsagenda unterschrieben, die die SchülerInnen der Edith-Stein-Schule entwickelt haben.

 

Wie die SchülerInnen das erreicht haben, könnt Ihr im nachfolgenden Bericht lesen, der am 21.3.2007 in der Schulzeitung "Griwwelbisser" erschienen ist.

Autogramme für Toleranz und Zivilcourage

Werner Hillen (rechts im Bild), Rektor der Edith-Stein-Schule, während des Bundestreffens der SOR-Schulen im Juni 2007 in Goslar. Foto: Metin Yilmaz

Speerwerfer-Star Boris Henry wirbt für »Friedrichsthal ohne Rassismus – Friedrichsthal mit Courage«.

 

Auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung unterstützt der bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sehr erfolgreiche Speerwerfer Boris Henry am Donnerstag, 28. Juni 2007 zwischen 10.00 und 11.00 Uhr auf dem Wochenmarkt am Friedrichsthaler Rathausvorplatz, Schmidtbornstraße 12a,  die Aktion »Friedrichsthal ohne Rassismus – Friedrichsthal mit Courage«. Auch Bürgermeister Werner Cornelius, Landeszentralen-Leiter Dr. Burkhard Jellonnek, Projektmitarbeiterin Dr. Sabine Dengel, Edith-Stein-Schulen-Rektor Werner Hillen und Mitglieder der Projektgruppe "Gegen Gewalt und Rassismus" werden mit von der Partie sein. Boris Henry, Pate der Edith-Stein-Schule, setzt sich damit für das Vorhaben der Schülerinnen und Schüler ein, Friedrichsthal zur bundesweit zweiten "Stadt ohne Rassismus" zu machen. Und sicherlich wird Boris Henry viele Autogramme auf den neuen Aufklebern der Aktion "Ich mache mit bei Friedrichsthal ohne Rassismus" an diesem Vormittag zu geben haben.

 

Die Projektgruppe der Schule unter der Leitung des Rektors Werner Hillen, die bereits seit 2002 die Auszeichnung »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« trägt, hatte im Februar 2007 Bürgermeister Cornelius und den Friedrichsthaler Stadträten eine selbst formulierte »Antidiskriminierungsagenda« vorgelegt, die diese – so die Vorbedingung für die Anerkennung als »Stadt ohne Rassismus« – ohne Vorbehalte unterzeichneten. Zur Zeit sind die Schülerinnen und Schüler mit Unterschriftenlisten in der Stadt unterwegs, um unter den Einwohnern für Toleranz und Courage, gegen  Gewalt, Rassismus und Diskriminierung zu werben.

 

Die Autogrammstunde mit dem populären saarländischen Spitzensportler Boris Henry ist eine von vielfältigen Aktionen, mit denen die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes die Arbeit der Jugendlichen fördert. Zudem wird ihnen mit Mitteln aus dem Gewinn eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von der Bundeszentrale für politische Bildung und vom Bundesjugendring bundesweit ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs finanziell unter die Arme gegriffen. Durch ihre Mitwirkung in den Veranstaltungen und Projekten der Landeszentrale sollen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, sich demokratisch-politisch zu artikulieren und bei städtischen Entscheidungsprozessen mitzuwirken.


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