Vom 5. bis zum 7. März 2010 trafen sich in Hattingen rund 100 VertreterInnen von Schulen in NRW, um sich über ihre Aktivitäten auszutauschen.
Alle Fotos: Renate Bonow
Schulen in NRW vernetzen sich
Fast 100 SchülerInnen und LehrerInnen aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen vom 5. bis zum 7.3. 2010 im DGB-Jugendbildungszentrum in Hattingen zum ersten Landestreffen NRW von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" zusammen. Sie besuchten Workshops, diskutierten, planten Aktionen für die Zukunft und hatten viel Spaß.
Das Treffen fand in Kooperation mit der DGB-Jugend NRW statt. Deren Vorsitzende Antonia Kühn betonte am Freitagabend in ihrer Ansprache zur Eröffnung der Veranstaltung: "Es ist ein gemeinsames Anliegen der DGB-Jugend und des Netzwerks "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", gegen den Versuch rechtsextremistischer Kräfte vorzugehen, Einfluss unter Jugendlichen zu gewinnen."
Workshop-Tag am Samstag
In einem ganztätigen Workshop am Samstag studierten die Jugendlichen mehrere kurze Theaterstücke ein und führten diese am Abend unter viel Beifall auf. Auch die von einer anderen Gruppe selbst geschriebenen und aufgenommenen Rap-Songs, von denen einer auch abends "live" vorgetragen wurde, gefielen den Jugendlichen. Sowohl Theaterstücke als auch Rap-Songs zeigten, wie man sich auf äußerst unterschiedliche - nämlich sehr ernsthaft oder auch auf witzige Weise - mit rassistischen Positionen auseinandersetzen kann.
Die TeilnehmerInnen des Workshops zum Thema "Analyse extrem rechter Positionen" beschäftigten sich zunächst mit den zentralen Inhalten verschiedener rechtsextremer Gruppen und entwickelten dann Ansätze für Gegenargumentationen.
In weiteren Workshops ging es um die Sensibilisierung für den Umgang mit lesbischen und schwulen SchülerInnen, die Darstellung der unterschiedlichen Strömungen des Islams unter Jugendlichen in Deutschland, oder um das Kennenlernen der Symbole und Zeichen aus der rechtsextremen Szene.
Die Workshops wurden von Kooperationspartnern des Netzwerks gestaltet: Die ReferentInnen kamen vom Mobilen Beratungsteam "Ostkreuz" aus Berlin, der DGB-Jugend, der Informations- und Bildungsstelle Rechtsextremismus in Köln und der Schwul-lesbischen Aufklärung NRW.
Zwei weitere Workshops am Samstag hatten einen etwas anderen Charakter: In einem stellten SchülerInnen der Wolfhelmschule aus Olfen ein besonders gelungenes Projekt vor. Hier hatten OberstufenschülerInnen sich zunächst selbst intensiv mit vier verschiedenen Themen (Rechtsextremismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus) beschäftigt und ihre Kenntnisse dann zwei Tage lang an alle SchülerInnen aus der 6. Stufe ihrer Schule weitervermittelt. Viele der teilnehmenden SchülerInnen sagten später, dass auch sie an ihrer Schule eine solche Initiative starten wollten.
Im anderen Workshop speziell für PädagogInnen boten zwei seit langem bei SOR-SMC aktive Lehrer vom Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg in Köln die Gelegenheit, gemeinsam darüber nachzudenken, wie die Nachhaltigkeit des Projekts an den Schulen gesichert werden kann.
Regionaltreffen am Sonntag
Der Sonntagvormittag stand dann schließlich ganz im Zeichen von Treffen in Regionalgruppen aus den fünf Regierungsbezirken von NRW. Angesichts der Größe des Bundeslandes und der Vielzahl der teilnehmenden Schulen arbeitet die Landeskoordinatorin daran, regionale Strukturen zu schaffen, um eine engere Vernetzung zwischen den Schulen zu ermöglichen.
Zum Gelingen des Treffens trugen neben dem ansprechenden Programm auch das hervorragende Haus, das tolle Schwimmbad in der Tagungsstätte, die schöne Feier am Samstagabend und die Gastfreundschaft der MitarbeiterInnen des DGB-Jugendbildungszentrums bei.
Die Landeskoordinatorin von NRW, Renate Bonow, freute sich über das gelungene Wochenende: "Dieses Treffen wird neuen Schwung in die Arbeit an den Schulen bringen." Sie plant, auch im nächsten Jahr ein Landestreffen NRW zu veranstalten.




























