Märkische Allgemeine: Mehr als das Normale
Am Hennigsdorfer Gymnasium wurden gestern die Puschkin-Preise 2008 vergeben.
HENNIGSDORF - Am Geburtstag des Dichters Alexander Puschkin – nach altrussischem Kalender der 26. Mai – lud gestern Abend der "Club der Puschkiner" zu einer festlichen Veranstaltung in die Aula des Hennigsdorfer Gymnasiums. Der Schulförderverein vergab in diesem Jahr den begehrten Puschkin-Preis an die Schülerfirma "Puschkin Sandwich Companie" (PSC) sowie an die Elftklässlerin Maria Euler und den Abiturienten Christoph Reinecke.
Als sie sich im Vorjahr für das Wahlpflichtfach Wirtschaft entschieden, sei ihnen noch nicht klar gewesen, auf was sie sich da eingelassen haben, geben Felix Kröcher und Julia Knappe zu. Die Schülerfirma, die im Landeswettbewerb den zweiten Platz belegte, hat nicht nur einen Einblick in die Welt der Wirtschaft gewährt, sondern auch das Selbstbewusstsein der Zehntklässler gestärkt. Gestern übergaben die "Mitarbeiter" der PSC je einen Spendenscheck in Höhe von 100 Euro für den Schulförderverein sowie für das "Patenkind" der Schule, den 17-jährigen Kenianer Edwin Kimondo.
Vorschläge für den Puschkin-Preis kamen von Schülern, Lehrern und Eltern. Die Auswahl lag in den Händen einer Jury, der der Vorstand des Fördervereins und Schulleiter Uwe Mirau angehörten.
Maria Euler erhielt den Preis, weil sie sich sehr engagiert dafür einsetzte, den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" auch mit Leben zu erfüllen. Vorläufiger Höhepunkt: der Besuch von Außenminister Steinmeier am Gymnasium. Um kulturelle und sportliche Veranstaltungen an der Schule kümmert sich die Puschkin-Event-Organisation. Einer der Macher ist Christoph Reinecke, seit gestern ebenfalls Puschkin-Preisträger.
"Beim Puschkin-Preis geht es nicht vordergründig um beste schulische Leistungen, die werden vorausgesetzt", sagt Uwe Mirau. "Das Entscheidende ist das außerschulische Engagement – über die Norm hinaus."

