Reutlinger General-Anzeiger: Integratives Fußballturnier in Bad Urach
Rote Karte für Rassismus
BAD URACH. »Alle vier Schulen Bad Urachs sind dabei - auch die Förderschule«, freute sich der Leiter des Uracher »Haus der Jugend«, Olaf Schrader. Fast 60 Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren sind zum zweiten Kick gegen Rassismus am Donnerstagnachmittag in die Ermstalhalle nach Bad Urach gekommen. In zehn Mannschaften wurde um einen Turnierpokal gespielt.
Für eine Schule mit Courage
Das Organisieren zwischen den Schulen sei zwar »oft schwierig und eine aufwendige Vernetzung«, doch durchaus lohnenswert, bestätigte der Jugendhaus-Leiter. »Bereits das erste Spiel im November letzten Jahres war ein großer Erfolg«, sagt er.
Nicht nur die Kommunikation zwischen den jungen Menschen habe sich verbessert, sondern auch ein wenig ihr Freizeitverhalten. »Jugendliche aus der Kernstadt haben die Chance, im Spiel auch andere kennenzulernen.« Alleine rumhängen auf der Straße muss also nicht sein.
Geplant sei es, zukünftig einmal im Jahr ein Fußballturnier zu organisieren bei dem alle Jugendlichen mitmachen können. Sich kennenlernen, Hemmschwellen- und Berührungsängste abbauen seien Ziele, die mit dem Kick verfolgt werden sollen, erklärt Sportlehrer Michael Kupka, der für die Turnierplanung verantwortlich war.
Faires Aufeinandertreffen
Auch der Zwölftklässler Benjamin Müller vom Arbeitskreis »Schule ohne Rassismus« begrüßt das Vorhaben. »Vorurteile abbauen« sieht er als eine wichtige Sache unter Jugendlichen an. Faires Aufeinandertreffen - nicht nur im Spiel - mache eine bessere Schule aus. »Es sollen alle die gleichen Chancen haben, egal woher sie kommen und aus welcher Schule«, wünschen sich die engagierten Zwölftklässler aus dem Arbeitskreis. Ihr Motto: »Wir wollen eine Schule ohne Rassismus, dafür mit Courage.« (pk)


