Kölner Wochenspiegel: Ohne Rassismus und mit Courage
Gesamtschule erhielt eine Auszeichnung
Finkenberg (km). Als vor rund einem Jahr die Schüler der Lise-Meitner-Gesamtschule das Projekt "Schule ohne Rassismus" ins Leben rief, war das zunächst ein weiteres Projekt einer Schule, die sich, aufgrund der Internationalität, schon immer um das respektvolle Miteinander kümmerte.
Aber dieses Projekt war etwas Besonderes.
Schon kurz, nachdem die Grundlagen in einer Projektwoche erarbeitet waren, verpflichteten sich mehr als 70 Prozent der Schüler sowie das Lehrpersonal mit ihrer Unterschrift für das aktive Eintreten gegen Gewalt und Rassismus. Dabei glichen die Schülerlisten eher Teilnehmerlisten großer internationaler Kongresse, immerhin sind aktuell mehr als 50 Nationalitäten an der Schule vertreten.
In einer Feierstunde wurde jetzt, nach einem Jahr, ein erfreuliches Resümee gezogen. Alle hielten ihr Versprechen und zogen mit. Diese Tatsache bewog dann auch die Organisatoren, künftig eine jährliche Aktion zu diesem Thema für die gesamte Schule ins Leben zu rufen. Jetzt wurde der Erfolg mit einer entsprechenden Plakette gewürdigt. Im Beisein der Patin Dr. Lale Akgün, Kölner Bundestagsabgeordnete, überreichte die Landeskoordinatorin SOR (Schule ohne Rassismus), Renate Bonow, Plakette und die dazugehörende Urkunde. Im Namen der Schule, nahmen die Schülervertreter Lana Giese und Cederic Floreal die Auszeichnung an.
Bevor es jedoch soweit war, sangen, wie könnte es bei dieser "internationalen" Schule eigentlich anders sein, der Chor der Klasse 6.3, verstärkt mit den Föös Bömmel Lückerath, Hartmut Priess und Kafi Biermann, den Bläck Fööss-Hit "Unser Stammbaum".


