Schweriner Volkszeitung: Klaas Heufer-Umlauf wurde Pate des Elbe-Gymnasium
BOIZENBURG - "Wir sind hier zusammengekommen, um barfuß ein Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen", begrüßte ein sichtlich beeindruckter Klaas Heufer-Umlauf Schüler und Lehrer des Elbe-Gymnasiums in der Boizenburger Sporthalle "Richard Schwenk". Dass sie ihren Projekttag "Weltoffen statt verschlossen - Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ohne Schuhe beendeten, lag an einer Bitte wegen der Bauarbeiten. Davon unbeeindruckt berichtete der extra aus Berlin angereiste VIVA-Moderator und Schauspieler, dass dieser Tag ihm in Boizenburg viel Spaß gemacht habe und es für ihn eine besondere Herausforderung gewesen sei, mit Schülern der 12 c inhaltlich über wichtige Fragen der heutigen Gesellschaft zu diskutieren.
Klaas Heufer-Umlauf ist jetzt, wie er bei seiner zusammenfassenden Moderation über diesen Tag sagte, nachdem er etliche Autogramm- und Fotowünsche erfüllt hatte, Pate des Elbe-Gymnasiums. Er war der prominente Begleiter des Projekttages, den Claudia Max und Kirsten Heide aus der Klassenstufe 12 mit großem Engagement organisiert hatten. Der Tag beinhaltete mehr als 15 interessante Projekte für Lehrer und Schüler zu den Themen Rechtsextremismus, Globalisierung und Migration.
Nach der Eröffnung durch Bürgermeister, Harald Jäschke, begann für die einzelnen Projekte die Arbeit zu den unterschiedlichen Themen. Der Bogen reichte von einem Theaterstück über Rollenspiele bis zu Workshops.
Aus ganz Deutschland kamen die Referenten zum Elbe-Gymnasium Boizenburg. Im Workshop "Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern", veranstaltet von Soziale Bildung e. V. aus Rostock, wurden die Schüler über rechtsextreme Symbolik und Subkulturen aufgeklärt. In einem anderen Workshop der Organisation EXIT-Deutschland e. V. berichtete ein Aussteiger aus der rechten Szene über seine Erfahrungen. Eine weitere Schülergruppe besuchte die Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Horst und machte sich vor Ort ein Bild über deren Lebenssituation. Die Band "Roggefäller" rundete die Veranstaltung ab.
An dieser Stelle, möchten sich Schüler und Lehrer noch einmal bei allen, insbesondere beim Landkreis Ludwigslust, der dieses Projekt förderte, für die Unterstützung bedanken.

