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Ausgabe 4
Juni 2015
Liebe Aktive des Courage-Netzwerks,

anlässlich unseres 20jährigen Jubiläums wurde und wird im Courage-Netzwerk kräftig gefeiert - in Berlin, Dortmund, Bochum, Hildburghausen und anderswo. Mit Workshops und Projekttagen an Schulen, Publikationen oder sogar stadtweiten Demonstrationen erinnern Courage-Schulen und Koordinationsstellen daran, dass Aktion Courage e.V. vor zwanzig Jahren Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in Deutschland gründete.  (Mehr zur 20-Jahrfeier in Berlin)

Millionen Kinder und Jugendliche engagieren sich gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen und für ein couragiertes Klima an ihrer Schule. Kompetente PädagogInnen unterstützen sie dabei. Die zahlreichen Projekte und Aktionen der Courage-Schulen belegen beeindruckend:

Kinder und Jugendliche mischen sich in alle gesellschaftlichen Fragen ein und verteidigen fantasievoll den Artikel 1 unseres Grundgesetzes - Die Würde des Menschen ist unantastbar -  jeden Tag aufs Neue.

Dieses Engagement ist unverzichtbar, denn Rassismus und andere Formen der Diskriminierung gehören nach wie vor zum Alltag. Besonders betroffen von Diskriminierung sind Roma und Sinti. Das Thema ist deshalb Schwerpunkt dieses Rundbriefes. Wir stellen Materialien und Projektansätze vor, die Courage-Aktive bei ihrem Engagement für die Menschenrechte unterstützen.

Im Namen des Teams der Bundeskoordination
wünsche ich allen einen wunderbaren Sommer

Mit herzlichen Grüßen

Sanem Kleff
Leiterin der Bundeskoordination

Schwerpunktthema
Diskriminierung von Sinti & Roma

Keine Minderheit stößt in Deutschland auf so viel Ablehnung wie Sinti und Roma. Auch SchülerInnen hegen Vourteile gegen sie, egal, ob sie aus anderen europäischen Ländern kommen, oder seit Generationen hier leben. Dabei haben die meisten von Ihnen gar keinen direkten Kontakt zu dieser Minderheit. Ihre Vorstellungen sind geprägt von jahrhundertealten Stereotypen und Medienbildern.

Für die Ablehnung und den Hass gegen Sinti und Roma haben wir bisher den Begriff „Antiziganismus“ verwendet. Tatsächlich ist dies ein eher unglücklicher Begriff, da er auf „Zigeuner“ rekurriert – eine Fremdbezeichnung der Mehrheitsbevölkerung, der die ganze Palette an Stereotypen und Vorurteilen transportiert. Daher wird er von vielen Sinti und Roma als diskriminierend abgelehnt.

Auch wenn sich der Begriff "Antiziganismus" nicht immer vermeiden lässt, weil er stark in der Rassismusforschung verankert ist, möchten wir in Zukunft das Problem beim richtigen Namen nennen: Rassismus und Feindlichkeit gegen Sinti und Roma.

Links zum Thema


Ich unterstütze Schule ohne Rassismus, weil die Schüler von heute die Gesellschaft von morgen bestimmen und junge Menschen mit Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ein deutliches Zeichen in unserer Gesellschaft setzen.

Romani Rose,
Vorstandsvorsitzender des Zentralrats der Sinti und Roma, ist seit 2001 Pate im Courage-Netzwerk.
Das lernende Netzwerk
Handbuch Lernziel Gleichwertigkeit
Kinder und Jugendliche können einen wichtigen Beitrag für kulturelle Vielfalt und ein friedliches Miteinander in Deutschland leisten. Und viele wollen dies auch.

Das Handbuch „Lernziel Gleichwertigkeit“ beschreibt, wie jugendliches Engagement gegen Diskriminierung gelingen kann. Es richtet sich an LehrerInnen und SchülerInnen der Sekundarstufe und ermutigt sie, sich für Menschenrechte einzusetzen.

Bei Bestellungen bis 31. Juli kostet das Handbuch nur 12,95€.


Bundesfachtagung 2015 "Das neue deutsche Wir"

Unsere diesjährige Bundesfachtagung fand unter dem Motto "Das neue deutsche Wir - Lernziel Gleichwertigkeit" statt.

Rund 200 MultiplikatorInnen aus allen Bundesländern, Regionen und Schulen diskutierten vom 6. bis 8. Mai 2015 über die aktuellen Herausforderungen des Courage-Netwerkes und über die Frage "Wie wollen wir im Land der Vielfalt zusammenleben?"


Handbuch "Lernziel Gleichwertigekit"


Eröffnung der Bundesfachtagung
am 6. Mai 2015. Foto: Aris Papadopoulos
Die Frage des Tages
Seit wann gibt es das Courage-Netzwerk?

Schule ohne Rassismus wurde in Deutschland im Mai 1995 von  Aktion Courage e.V. gegründet. Am 21. Juni 1995 wurde die erste Schule in das Netzwerk aufgenommen. Bis 2000 war das Projekt im Bonner Büro des Vereins Aktion Courage e.V. angesiedelt und agierte überwiegend an Schulen in Nordrhein-Westfalen und dem benachbarten Niedersachsen.

Im Jahr 2000 wurde der Sitz der Bundeskoordination nach Berlin verlegt und die heutige Organisationsstruktur entwickelt. Seitdem ist das Courage-Netzwerk bundesweit aktiv. Der Titel wurde erweitert und lautet nun: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Der heutige Name unterstreicht, dass der Ansatz nicht ausschließlich den „klassischen Rassismus“ in den Blick nimmt, sondern alle Ideologien der Ungleichwertigkeit.

Klickt auf das Bild: Da findet ihr das PDF zur Broschüre "Klimawechsel".
Materialien für Courage-Aktivitäten
Islamismus, Salafismus, Muslimfeindlichkeit
Mit dem Präventionspaket: Islamismus, Salafismus, Muslimfeindlichkeit hat die Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Materialien entwickelt, die Interessierte unterstützen, diese komplexen Themen aufzugreifen. Es enthält es das Handbuch 'Islam &Schule', das Themenheft 'Islam & Ich' und zwei Plakate. (Preis 29,95 €)

Alles im Courage-Shop

Im Courage-Shop findet ihr unsere Publikationen, Plakate, T-Shirts und andere Promo-Artikel. Schaut doch mal vorbei.

Medienprojekte
"Wer ist das Volk?" - Die neue Q-rage ist da!
Themen der neuen Ausgabe sind:

Was ist deutsch? – Die Redaktion gibt Antworten +++ Schwarz, rot, Stolz? +++ In welcher Sprache kommunizieren wir? +++ Darf Satire alles? – ein Pro und ein Contra +++ Politik im Unterricht +++ Die Redaktion stellt ihre Lieblingsprojekte an ihren Courage-Schulen vor +++ Was man bei Zivilcourage beachten sollte +++ Antisemitismus im Internet +++ Was tun gegen Onlinehetze? +++ Sinti und Roma in Deutschland +++ Homophobie im Fußball +++ Gegenwind für Neonazis +++ Salafismus eine Jugendsubkultur 


Vorurteile? Kenn ich nich!

Du interessierst dich für Geschichte und hast Lust etwas gegen Vorurteile zu machen? Dann bewirb dich für das Medienprojekt „Vorurteile? Kenn ich nich!“

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) sucht dafür Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren, die Ideen zur Erinnerung an die Nürnberger Rassengesetze haben.

Anmeldung noch bis zum bis zum 2. Juli 2015.

Weitere Informationen gibt es hier.
Das Cover der aktuellen Q-rage


Mehr Infos zum Medienprojekt
Impressum
Bundeskoordination
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Ein Projekt von Aktion Courage e.V.

Redaktion:
Eberhard Seidel (V. i. S. d. P. ), Canset Icpinar
schule(at)aktioncourage.org / Tel.: (030) 21 45 86 0
 
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