Alle Tracks der CD "Rap for Q-rage Vol. II"
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01-jeffrey-john-mucke-fuer-den-kiez.mp3 Track 01 - Mucke für den Kiez - Jeffrey John |
4.5 M |
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Track 02 - Einblick - Junior Jero |
4.2 M |
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03-hass-das-ist-das-leben-hier.mp3 Track 03 - Das ist das Leben hier - HasS |
5.4 M |
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Track 04 - Zwei Welten - Gozpel |
5.7 M |
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05-jeffrey-john-sag-es-mir.mp3 Track 05 - Sag es mir - Jeffrey John |
3.8 M |
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Track 06 - Idole - Junior Jero |
4.4 M |
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Track 07 - Keine Werte - Profit |
4.0 M |
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08-hass-wir-sind-auch-nur-menschen.mp3 Track 08 - Wir sind auch nur Menschen - HasS |
5.1 M |
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09-junior-jero-was-hab-ich-getan.mp3 Track 09 - Was hab ich getan - Junior Jero |
4.2 M |
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10-jeffrey-john-wenn-ich-sterbe.mp3 Track 10 - Wenn ich sterbe - Jeffrey John |
4.1 M |
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Track 11 - Bruder - HasS |
5.7 M |
"Das ist das Leben hier"
Jugendliche rappen über ihren Alltag in Berlin +++ Scharfe Abrechung mit dem Gangsta Rap +++ Schule ohne Rassismus veröffentlicht CD "Rap for Q-rage Vol. II" +++ Am 03. Juli erscheint die CD "Rap for Q-rage Vol. II"
Beitrag von Patty Corniciuc für "Radio Fritz", vom 3.7.08 (MP3/7MB)
Beitrag von rbb / Radio MultiKulti vom 3.7.08 (MP3/6MB)
Am 3. Juli erscheint die CD "Rap for Q-rage Vol. II". Produziert wurde die CD von
Florian Steindle mit den Berliner Rappern "Gozpel", "
Profit", "
Jeffrey John", "
Hass" und "
Junior Jero".
Die fünf Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren sind die Gewinner des Rap-Contest 2007", den die Bundeskoordination von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" im Dezember gemeinsam mit der Street-Dance-Connection in der Alten Feuerwache in Kreuzberg veranstaltet hatte.
"Rap for Q-rage ist kein Ergebnis von pädagogisch angeleiteten Workshops; Rap for Q-rage ist ein von uns organisiertes offenes Forum für Berliner Jugendliche, um ihre autonom verfassten Stücke einem größeren Publikum zu präsentieren", betont Sanem Kleff, Leiterin von "Schule ohne Rassismus". "Einzige Voraussetzung der Teilnahme ist: Die Künstler verzichten bei ihren Rap-Songs auf gewaltverherrlichende Texte und die Herabwürdigung von Menschengruppen", so Kleff zu den Regeln des Wettbewerbs.
Geht das überhaupt? Und wird Rap dann nicht zu einer weichgespülten, zahnlosen Jugendkultur? Die Antwort der fünf jungen Künstler ist eindeutig: Sie haben das Gangsta-Image satt, sind gelangweilt von breitbeinigen, Goldkettchen bewehrten Machos, die eine Ghettorealität besingen, die viel mit Hollywood und wenig mit der Berliner Realität zu tun hat.
Der 16-Jährige Jeffrey John macht sich in seinem druckvollen Song "Sag es mir" über die Posen der Gangsta Rapper lustig; entlarvt ihr ganzes Gerede über Drogendealerei, Waffen, ausschweifendem Sexualleben und den gefährlichen Alltag im vermeintlichen Ghetto als Fantasien von Mittelschichtsjugendlichen. Er warnt die Kids, sich von diesen Schauspielern nicht instrumentalisieren zu lassen.
Der Song "Idole" des 20-jährigen Junior Jero ist gleichfalls eine wütende Abrechung, die in der Aufforderung an die Gangsta Rapper gipfelt: "Tut der Welt einen Gefallen und seid bitte endlich leise!"
In den weiteren neun Stücken der CD widmen sich die fünf Rapper dann wichtigeren Themen:
Der 19-Jährige Rapper Hass aus Neukölln beschreibt in seinem Stück "Das ist das Leben hier" den Alltag im Kiez zwischen Leinestraße, Sonnenallee und Richardplatz, wo die "Schwarzköpfe" dominieren, "die Sonne wenig scheint" und "von Erfüllung keine Spur" zu finden ist. "Kinder wissen nicht einmal wie ihre Schule heißt/ weil man nach der siebten Klasse die Schule schmeißt".
Jeffrey John, in Neukölln aufgewachsen und heute im Plattenbau in Pankow zuhause, macht "Mucke für den Kiez" und stellt gleich zu Beginn fest: "Jeder zweite macht Fitness, um sich zu wehrn, wenn sie mal wieder abgezogen werdn."
Die Stimme von Martin Luther King eröffnet und beendet mit "I have a dream one day…" den Song "Wir sind auch nur Menschen…" von Hass – eine bedrückende Erzählung über Fatma, die auf Grund ihrer Religion alltägliche Ausgrenzung erfährt: "Jeder scheut sich vor ihrer Religion. Blicke lehren sie, dass sie nicht normal ist"; und einem Jugendlichen, der nach vielen rassistischen Demütigungen, die seine Mutter erleiden musste, zur Tat schreitet: "Er packt sein Messer und sagt zur Mutter, wir sehen uns später".
Gozpel setzt sich in seinem Song "Zwei Welten" mit so wichtigen Fragen auseinander: Gibt es für mich einen Platz in dieser Gesellschaft? Einen Job? Was ist notwendig, um sich nicht verbiegen zu lassen, seinen eigenen Wegen zu gehen? Goszpel stellt fest: "Diese Stadt hat zwei Welten von Menschen/ manche haben alles, andere nichts, müssen aber kämpfen/ es ist das Geld, das die Regeln bestimmt." Er fordert seine Zuhörer auf: Vergesst die Gangsta Rapper, das einzige, was Euch weiterhilft, ist: macht den Mund auf, handelt!
Andere Songs beschäftigen sich mit universellen Themen wie Gewissensbisse und Selbstanklage nach einer verlorenen Liebe (Junior Jero: "Was hab ich getan?"); mit der Trauer um einen verlorenen Bruder, der gegangen ist und nicht mehr zurückkehren wird (Hass: "Bruder").
"Rap for Q-rage" ist ab dem 3. Juli in der Geschäftsstelle von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" erhältlich.









