Schwul oder lesbisch?
Coming Out in der Schule
Trotz schwuler Bürgermeister in Berlin und Hamburg ist Homophobie eines der großen Probleme an deutschen Schulen. Das Wort "schwul" gehört zu den beliebtesten Schimpfworte unter Jugendlichen. Coming Out in der Schule? Darüber diskutierten am 16. Juni in Goslar 15 SchülerInnen aus ganz Deutschland.
Hier könnt Ihr das Radio-Feature über das Seminar (mp3-Datei) hören, das Markus Plate für Euch zusammengestellt hat.
Uns interessiert Eure Meinung zu diesem Feature. Hier könnt Ihr uns eine Mail schreiben.
Liebe unterm Regenbogen
Stell Dir vor, an Deiner Schule ist der Unterricht vorbei, viele SchülerInnen verlassen die Schule. Vor der Schule warten, wie jeden Tag, Eltern, Freunde und Freundinnen der MitschülerInnen von Dir. Und dann ist da ein Junge aus Deiner Schule, 16 Jahre alt, der auf einen Jungen zugeht, heftig mit ihm knutscht und dann mit ihm Arm in Arm davon geht. Was glaubst Du, was dann los wäre?
Auf all zu große Toleranz wird dieser Schüler nicht stoßen. In den letzten beiden Jahren nimmt die ablehnende Haltung gegen Schwule und Lesben laut Umfragen wieder zu. Grund genug für SOR-SMC, sich dem Thema intensiv zu widmen. In diesem Jahr wird SOR-SMC in zahlreichen Städten an dem CSD teilnehmen.
Der 19-jährige Berliner Schüler Alex Freier ist vor Ort. Er führt Gespräche mit Schülern und Schülerinnen, informiert über SOR-SMC und verteilt Informationsmaterial. Ihr findet ihn auf folgenden CSD-Umzügen:
01.07.2006 | CSD Rostock |
15.07.–16.07. | Stand auf schwul-lesbischen Straßenfest in Berlin |
22.07. | CSD Berlin |
04.08.-06.08. | CSD Hamburg |
12.08.-13.08. | CSD München |
19.08. | CSD Bielefeld |
25.08.–27.08. | CSD Essen |
Gedenkminute in Berlin
Tag der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus
Anlässlich des 27. Januar 2006 veranstaltete „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ am Nollendorfplatz in Berlin gemeinsam mit den Kooperationspartnern ABQueer, der GEW Berlin, dem LSVD (Lesben- und Schwulen Verband - Berlin-Brandenburg) und Maneo - Schwules Überfalltelefon und Opferhilfe c/o Mann-O-Meter e.V. eine Gedenkminute, um an die homosexuellen Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft zu erinnern.
Seit 1996 ist der 27. Januar der Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus. Das Schicksal der homosexuellen Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft wurde jedoch lange Zeit nicht thematisiert und ausgespart. Projektleiterin Sanem Kleff während der Kranzniederlegung: „Wir würden uns freuen, wenn sich hier künftig an jedem 27. Januar Menschen versammeln.“ In ihrer Rede verwies Kleff darauf, dass Homosexuellenfeindlichkeit nicht überwunden, sondern auch heute noch ein großes Problem an deutschen Schulen und in der Gesellschaft sei. Bastian Finke, Mitarbeiter von Maneo, berichtete von gewaltsamen Übergriffen auf Schwule in den letzten Wochen in Berlin-Schöneberg und erinnerte die Anwesenden an die aggressive Homophobie in Polen und an die Hinrichtung junger Homosexueller im Iran auf Grund ihrer sexuellen Orientierung.
Mehr Informationen zur Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung findet Ihr auch hier.






