Titelverleihung am: 06.03.08

Paracelsus-Gymnasium Hohenheim

Kategorie: Baden-Württemberg, Gymnasien

 

PatIn: Topas & Roxane, Zauberkunst

Paracelsusstraße 36

70599 Stuttgart

 

 

"Gewalt hat viele Gesichter" - das Projekt im Schuljahr 2007/08

Eine Dokumentation der Politik AG mit Fotos, PDF-Datei/500KB

 

Am 6.März 2008 hat das Paracelsus-Gymnasium in Hohenheim den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" (SOR-SMC) verliehen bekommen.

 

Als Paten konnten zwei Ehemalige des PGH gewonnen werden: Roxanne (Petra Wiesehütter-Fröschle) und Topas (Thomas Fröschle).

 

In der Folgezeit haben die Mitglieder der AG ein Programm für das diesjährige Projekt erarbeitet. Im Rahmen dieser Vorbereitung besuchten sie die Ausstellung "Peace Counts – Die Erfolge der Friedensmacher" und haben intensive Vorbereitungsgespräche mit Mitarbeitern des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e.V. geführt. Das Institut hat für das Projekt auch umfangreiche Materialien und Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt.

 

"Gewalt hat viele Gesichter" - Aktion am 10.Juli von 10.15 bis 13 Uhr

Unter diesem Thema wurde von der AG für die verschiedenen Klassenstufen ein breitgefächertes Programmangebot erarbeitet. Hauptziel: Sensibel machen für die verschiedensten Formen von Gewalt, die teilweise nicht als solche wahrgenommen oder als völlig normale Verhaltensweisen hingenommen werden. Für die Klassen 5 haben unsere Streitschlichter zu dem Thema "Umgehen mit Streit, Konflikten, Gewalt " ein entsprechendes Programm aus ihrer Tätigkeit entwickelt und dieses aktiv betreut. Die "kleinen 5er" waren voll bei der Sache und haben selbst erlebt, wie sie Konflikte lösen können. Ein Fußballturnier "Kick Fair" für die Klassenstufen  6 und 7 wurde in Zusammenarbeit mit den Sportlehrerinnen und –lehrern organisiert. Nicht nur, dass neben den geschossenen Toren auch Punkte für "Fair Play" vergeben wurden, nein: die Tore für die jeweilige Mann-(Frau)schaft zählten nur, wenn ein Mädchen das erste Tor geschossen hat. "Da muss man ja die Mädchen richtig mitspielen lassen..." Das hat der Junge im Ballack-Trikot richtig erkannt. Und es hat geklappt!

 

Die Klassenstufen 8 bis 10 haben sich größtenteils mit Problemen von Konflikt-entstehung und -eskalation auseinandergesetzt. Dabei waren Materialien des Instituts für Friedenspädagogik aus Tübingen sehr hilfreich: einzelne Photos oder Karikaturen mussten zu Bildergeschichten zusammengestellt werden und die Ursachen, Eskalation sowie Möglichkeiten der Konfliktlösung bzw. –deeskalation des jeweiligen Konflikts besprochen werden. Eine CD mit interaktiven Filmszenen ermöglichte das Durchspielen verschiedener Verhaltensweisen beim Auftreten bzw. der Entwicklung eines Konflikts.

 

Für die Jahrgangsstufen 11 und 12 wurde anhand eines Films, der an der Schule von Herrn Dr. Frey in Namibia entstanden ist, die Frage nach Rassismus aus der Sichtweise von weißen und farbigen Schülern thematisiert und diskutiert.

 

Die Klassenlehrerinnen und –lehrer der jeweiligen Klassen sind in die Vorbereitung der Aktion von den Mitgliedern der Politik-AG entsprechend einbezogen worden, so dass sie bei der Aktion selbst größtenteils nur die Rolle der Beobachter bzw. Unterstützer spielen mussten. Zugegeben, in einigen Fällen mussten sie eine aktivere Rolle spielen. Aber man muss es einfach nochmals betonen: diese Aktion für über 400 Schülerinnen und Schüler wurde von Mitschülern organisiert und durchgeführt. Und dies haben sie, so die äußerst positiven Rückmeldungen der Lehrerinnen und Lehrer, hervorragend gemacht. Unsere Patin Roxanne, die sich die verschiedenen Aktivitäten anschaute, sparte nicht mit Lob über das, wie die Schülerinnen und Schüler der AG an diesem Vormittag "zauberten".

Die Politik-AG



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