Ausschnitt eines zwei Meter langen Banners, entstanden im Rahmen eines Workshops mit SchülerInnen zum Thema Islam & Ich. Foto: Metin Yilmaz

Was wir tun

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage beschäftigt sich nicht nur mit dem klassischen Rassismus. Seit der Gründung des Projektes gilt: „Die Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und Herkunft, der Behinderung, der Schulart, der Nationalität und was auch immer, lehnen wir ab.“

Ziel des Projektes ist es, den Alltag an Schulen so zu verändern, dass dieser von einem Klima der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung individueller Eigenheiten geprägt ist, gepaart mit der gemeinsamen Suche nach verbindenden Normen. Der Arbeit im Rahmen von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage liegt die Auseinandersetzung mit „Ideologien der Ungleichwertigkeit“ zu Grunde.

Hinter dem Begriff „Ideologien der Ungleichwertigkeit“ steckt die Ausgangsüberlegung, dass scheinbar unterschiedliche Phänomene wie Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Rechtsextremismus, Islamismus, bei aller Unterschiedlichkeit im Detail, eines gemeinsam haben: Sie unterscheiden Menschen nach einem oder mehreren Merkmalen, hierarchisieren sie und leiten daraus Legitimationen für Diskriminierungen ab.

Ideologien der Ungleichwertigkeit gehen davon aus, dass Ungleichartiges auch ungleichwertig ist. Die Kernformel lautet: X ist mehr wert als Y. Und: X hat die Legitimation Y zu bekämpfen. Dieses Grundmuster kann sich in zahllosen Erscheinungsformen manifestieren.

Der Handlungsansatz „Ideologien der Ungleichwertigkeit“ ist ein horizontaler Handlungsansatz, der sich in der Praxis bewährt hat, auf die diversen Formen der Diskriminierung in einer heterogenen und pluralen Einwanderungsgesellschaft einzugehen.

Wir orientieren uns dabei an der 2009 auch in Deutschland in Kraft getretenen Grundrechte-Charta der Europäischen Union. Dort heißt es: „Diskriminierungen, insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse [sic!], der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, sind verboten.“

Die Bundeskoordination erstellt Materialien, in denen die Handlungsansätze, Themenfelder, die Methoden und die Arbeitsweise von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage vorgestellt werden. Sie führt darüber hinaus bundesweite Fachtagungen, Qualifikationsseminare und Vernetzungstreffen durch. Sie entwickelt und betreibt eine Homepage, eine Facebookseite, gibt die Zeitung Q-rage, Plakate und Postkarten heraus, sowie Newsletter und weitere Informationsmaterialien.