Dokumentation der Bundesfachtagung 2017


Politische Bildungsarbeit in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung

Die Bundesfachtagung 2017 greift Fragen nach den Grundlagen der politischen Bildung in Deutschland sowie den Beitrag des Courage-Netzwerks zu ihrem Gelingen auf. 

Angesichts der Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in Europa und der Zunahme politisch motivierter Straftaten in Deutschland müssen wir uns der Frage stellen, welche Bedeutung der politischen Bildung bei der Verteidigung demokratischer Errungenschaften zukommt. Welche Ziele, Inhalte und Methoden braucht die politische Bildung, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden? Welche Aufgaben kommen auf die Multiplikator*innen der politischen Bildung in den Ländern, Regionen, Kommunen und Schulen zu? 

Die Tagung greift die gesellschaftliche und politische Polarisierung in Deutschland und Europa auf, in der Grundrechte wie die Gleichwertigkeit aller Menschen oder die Rede- und Religionsfreiheit unter Druck geraten und bewährte Umgangsformen des demokratischen und pluralistischen Miteinanders in Frage gestellt werden. Sie reflektiert, was diese Entwicklung für die Ansätze, Inhalte und Methoden der politischen Bildungsarbeit im Netzwerk von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bedeutet.

Im Courage-Netzwerk mit seinen rund 2.400 Schulen, 300 außerschulischen Kooperationspartnern, den 15 Landes- und 20 Regionalkoordinationen werden laufend innovative politische Bildungsformate entwickelt und erprobt. Die Bundesfachtagung ist der Ort, an dem gute Praxis ausgetauscht und die Idee des lernenden Netzwerks umgesetzt werden.

Sie ist konzipiert als Fachaustausch für die außerschulischen Multiplikator*innen des Courage-Netzwerks. Sie richtet sich daher vor allem an die Leiter*innen und Mitarbeiter*innen der Landes- und Regionalkoordinationen sowie der Kooperationspartner.“


Durchgeführt wurde die Tagung in diesem Jahr im Auftrag der  Bundeszentrale für politische Bildung zur Unterstützung schulischer Netzwerke.


Die Autor*innen der Tagungsdokumentation: Jeannette Goddar, Petra Krimphove und Lukas Grasberger. 
Alle Fotos auf dieser Seite von Robert Bergemann / offenblende.