Methode: Musik

Das Modellprojekt "Islam & Ich - Jung sein im Land der Vielfalt" beinhaltet die folgenden drei Methoden: Musik am Beispiel Rap, Darstellendes Spiel und Bildnerische Gestaltung.

Im Rahmen des Modellprojekts lädt die Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage zu bundesweiten Expertengesprächen.

CD "Rap for Q-rage Vol. V"

Gewinner des Rap-Contest 2010 ist Paradox. Sein Song “Liebeslied”, den er zusammen mit Qeysi aufgenommen hat, ist der Main Act der vorliegenden CD "Rap for Q-Rage V". Daneben sind auch die Vorjahresgewinner Syfer X und Reforma Grips mit ihren neuesten Songs zu hören. Und auch Newcomer aus dem Umfeld von "Rap for Q-rage" haben einen ersten Auftritt. 

Alle Songs kommen ohne die üblichen diskriminierenden Sprüche aus. Sie sind authentisch, handeln von echten Gefühlen, sie sind laut und manche sogar poetisch. Es sind Raps for Q-rage.

Die CD wurde von Florian Steindle im Studio der Alten Feuerwache in Berlin-Kreuzberg aufgenommen und abgemischt. 


In den Jahren 2010 bis 2013 läuft der Rap-Contest unter dem Motto: “Islam & ich. Jung sein im Land der Vielfalt.” Er wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms
“Initiative Demokratie stärken” des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend. Rap eröffnet Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Werte, Haltungen, Ängste und Wünsche über Religion, Tradition, über sexuelle Selbstbestimmung
und gesellschaftliche Anerkennung zu diskutieren.

Expertengespräch Rap-Musik

Rap-Contest 2011. Foto: Metin Yilmaz
Plakat: Rap mit!

Mit Rap gegen Rassismus: Ein Themenschwerpunkt des Modellprojekts "Islam & Ich" ist HipHop an Schulen. Am 18. Oktober 2011 lud die Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu einem Expertengespräch über den Einsatz von Rap-Musik an Schulen ein.

Lehrer*innen, Streetworker*innen, Rapper*innen, Journalist*innen und Kooperationspartner beteiligten sich an der Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen von Rap in der Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Ideologien.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass man mit der Methode Rap sehr gut Themen im Bereich Islam, Islamismus sowie Islamfeindlichkeit bearbeiten kann. Dabei sollen die individuellen Lebenswelten der Jugendlichen im Vordergrund stehen.

Die Methode Rap kann fächerübergreifend eingesetzt werden, etwa im Religions- und Musikunterricht aber auch im Deutschunterricht bei der Textarbeit und Textinterpretation.

Wichtig für die nachhaltige Arbeit mit den Schüler*innen ist die Verbindung von Kurzzeit-Workshops mit langfristigen Schul-Projekten. Auch gemischte Teams bestehend aus Islam- und Rap-Experten sind eine Voraussetzung für die authentische Umsetzung der Methode. 

Zum Ende der Workshops können beispielsweise CDs erstellt werden. Die Bundeskoordination bietet bundesweite Lehrer-Fortbildungen im Bereich Rap an Schulen an.