Vielfalt und Integration

Von Juni 2009 bis Mai 2013 setzte die Bundeskoordination die XENOS-Maßnahme "Informieren und qualifizieren" um.

Schüler*innen und Lehrer*innen unseres Netzwerks wurden über Ideologien der Ungleichwertigkeit sowie Geschlechterrollen in der Einwanderungsgesellschaft informiert und qualifiziert. Dazu wurden Lehrmaterialien zu den Themen "Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft", "Geschlechterrollen in der Einwanderungsgesellschaft" und "Rassismus in der Einwanderungsgesellschaft" erstellt. Darüber hinaus wurden Schüler*innen in arbeitsmarktlichen Maßnahmen in den Bereichen Print und Hörfunk qualifiziert.

Mehr Informationen zu dem XENOS-Projekt "Informieren und qualifizieren".

Wir informieren und qualifizieren durch:

SchülerInnen beim Q-rage Radio-Workshop. Foto: Metin Yilmaz
Plakat Radio Q-Rage
Redaktion der Zeitung Q-rage, Ausgabe 2011. Foto: Matthias Scherendt
Q-rage Titelblatt, Ausgabe 2013.

Ausgangslage

Der innere Frieden einer Einwanderungsgesellschaft ist nicht nur durch Diskriminierungen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus seitens der Mehrheitsgesellschaft herausgefordert. Vielmehr gilt: Alle Menschen, egal woher sie kommen und wie sie aussehen, sind in der Lage, zu diskriminieren. Und Angehörige von Minderheiten sind nicht nur Zielscheibe rechtsextremer und diskriminierender Aktivitäten, sondern auch auf der Täterseite zu finden.



Ein glaubwürdiger Einsatz für Vielfalt und Toleranz ist in einer Gesellschaft, in der mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben, nur dann möglich, wenn allen Ideologien der Ungleichwertigkeit mit der gleichen Entschlossenheit entgegengetreten wird  - egal von wem sie geäußert werden und welchen Migrationshintergrund die Betreffenden haben.



Was selbstverständlich sein sollte, wirft in der Praxis Probleme auf. In den Bereichen rechtsextremer, nationalistischer und antisemitischer türkischer, russischer, ex-jugoslawischer oder polnischer Ideologien und Gruppierungen fehlt es an geeigneten Unterrichtsmaterialien, Informationsbroschüren, Fortbildungsmaßnahmen und qualifizierte Fortbildner für Lehrer*innen und Schüler*innen.

Hauptziel

Schüler*innen sowie Lehrer*innen des Netzwerkes von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage werden über die genannten Ideologien der Ungleichwertigkeit und über Islam/Islamismus, Rassismus in der Einwanderungsgesellschaft sowie Geschlechterrollen in der Einwanderungsgesellschaft informiert und qualifiziert.

Dazu werden Lehrmaterialien in Form von drei Themenheften (Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft, Geschlechterrollen in der Einwanderungsgesellschaft und Rassismus in der Einwanderungsgesellschaft) erstellt.

Darüberhinaus werden Schüler*innen in arbeitsmarktlichen Maßnahmen in den Bereichen Print und Hörfunk qualifiziert, um so das Projektanliegen in die Tiefe der Gesellschaft zu kommunizieren.

Unterziele und Aktivitäten

Um das Projektziel des Vorhabens zu erreichen, werden bereits bewährte Methoden der Arbeit im Rahmen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage eingesetzt, die themenspezifisch weiterzuentwickeln sind. Diese bewährten Methoden sind im Einzelnen:

 

  • Entwicklung von Materialien für die Weiterbildung im Rahmen der Zielsetzung.
  • Entwicklung von Seminarkonzepten der beruflichen Weiterbildung.
  • Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für Multiplikatoren (Lehrer*innen und Schüler*innen).
  • Durchführung von bundesweiten Fachkonferenzen zum Erfahrungsaustausch über die Zielsetzung des Vorhabens.
  • Transfer der Ergebnisse des Vorhabens in die Regelarbeit im Rahmen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, um die Nachhaltigkeit sicherzustellen. Dies erfolgt über regelmäßige Netzwerktreffen mit den 14 Landeskoordinatoren von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, mit Kooperationspartnern und der Publikation der Ergebnisse in der Zeitung "Q-rage" und auf "Radio Q-rage".
  • Weiterer Ausbau und Entwicklung des Netzwerkes von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.
  • Öffentlichkeitsarbeit in Form von Postkarten, Plakaten zu Aspekten des Projektziels des Vorhabens.
  • Pressearbeit.