Die Landeskoordination Berlin

Das Berliner Aktiventreffen 2017

Aktiventreffen 2017



Die engagierten SchülerInnen und PädagogInnen der fast 90 Berliner Courage-Schulen trafen sich am 16. Juni zum diesjährigen Aktiventreffen im Schöneberger Kulturzentrum Die Weisse Rose. In einem open-space-Verfahren bestimmten sie die Themen, die sie beschäftigen: Wie können wir gegen Rechtspopulismus vorgehen? Wie finden wir Nachwuchs für unsere Aktivengruppe? Und was halten wir Leuten entgegen, die Feminismus für überflüssig halten?
Das waren nur einige der Themen, über die die SchülerInnen beim diesjährigen Treffen diskutiert haben. In kleinen Arbeitsgruppen konnten Erfahrungen mit den Aktiven aus anderen Bezirken, Schularten und Schulstufen ausgetauscht und gemeinsam gelingende Lösungen entwickelt werden. Eine gute Gelegenheit, Aktive aus anderen Courage-Schulen persönlich kennenzulernen und sogar gemeinsame Aktionen, nämlich ein Fußballspiel mit Geflüchteten, zu planen. Den krönenden Tagesabschluss bildete eine spontane Performance mit Rap und Gesang.

Am Rande des Aktiventreffens haben drei Schüler*innen der Johanna-Eck-Oberschule für die q-rage! online ihre Erfahrungen vom Vortag aufgeschrieben, als einer ihrer Mitschüler in den Kosovo abgeschoben wurde. Wie fühlt es sich an, wenn der Schulfreund abgeschoben wird? Den bewegenden Beitrag könnt ihr hier lesen.

Aktiventreffen 2016

Aktiventreffen in der Weissen Rose
Fotos: Wolfgang Borrs



160 SchülerInnen und PädagogInnen aus 38 Berliner Schulen trafen sich am 29. April 2016 im Schöneberger Kulturzentrum Weisse Rose zum Berliner Aktiventreffen. In 20 Workshops diskutierten sie über die Integration von Willkommensklassen, Homophobie an Schulen, nonverbale Kommunikation und politische Parteien im Rahmen der Berliner Wahlen 2016.

Ein Thema, welches den Aktiven in diesem Jahr besonders am Herzen lag, war die Einwanderung der vielen Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung nach Berlin gekommen sind. Turnhalle werden als Unterkünfte genutzt, der Sportunterricht fällt aus und neue MitschülerInnen kommen in die Klasse, die noch kein Deutsch sprechen. Die Aktiven stellten sich die Fragen: Wie geht unsere Schule damit um? Wie begegnen wir populistischen Argumenten auf dem Schulhof? Sollten wir selbst Sprachkurse anbieten und wer unterstützt uns bei unseren Aktionen?

Aktiventreffen 2015

Rap und andere Worte gegen Diskriminierung

120 Berliner Aktive aus Courage-Schulen der Stadt trafen sich 2015 im Kulturzentrum Weisse Rose zum Berliner Aktiventreffen. Bei einem "Open-Space" diskutierten SchülerInnen und PädagogInnen ihre Fragen und Anliegen, sie gründeten Arbeitgruppen mit Titeln wie "Kooperation mit anderen Schulen", "Umgang mit Vorurteilen und Klischees", "Wie organisieren ich einen Projekttag", "Was ist 'Normal'?'" oder "Flüchtlinge in Berlin".

Ein besonderes Bonmot entstand im von SchülerInnen organisierten Rap-Workshop:

"Hallo liebes Volk - schöne Grüße aus Berlin.
Das hier geht an Leute, die aus Kriegsgebieten fliehen.
Syrien, Palästina, Irak oder Afghanistan.
Wozu die Ausgrenzung? Was haben Sie uns angetan?“

Aktiventreffen 2013

Eindrücke vom Aktiventreffen 2013 in Berlin
Eindrücke vom Aktiventreffen 2013 in Berlin
Fotos: Jessica Zeller
Eindrücke von Aktiventreffen 2013 in Berlin

Mit Schnee und Toaster

Trotz Schneechaos und ausgefallenen S-Bahnen trafen sich rund 100 SchülerInnen am 12. März und füllten die zweite Etage des Schöneberger Rathauses. In einem Open Space hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich über Aktivitäten auszutauschen und über Tipps und Tricks zur erfolgreichen Verankerung von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu diskutieren. Die SchülerInnen griffen aktuelle Themen auf, wie Sexismus, Rassismus und Antisemitismus, aber auch schulspezifische Fragen, wie die nachhaltige Etablierung von Aktivengruppen an den Schulen. Zudem wurde über Möglichkeiten debattiert, die Vernetzung zwischen den Akteuren zu vertiefen. Einen der Höhepunkte bildete die Verlosung eines Riesensandwichtoasters, den das OSZ Farbtechnik und Raumgestaltung gewann.

Aktiventreffen 2012

Aktiventreffen in der Alten Feuerwache 2012
Aktiventreffen in der Alten Feuerwache, Fotos: Samira Mahmud
Fotos: Samira Mahmud
Aktiventreffen in der Alten Feuerwache, Fotos: Samira Mahmud

Für SchülerInnenrechte

Am 3. Mai 2012 trafen sich die Aktiven aus 47 Berliner Courage-Schulen in der Alten Feuerwache. Die insgesamt 75 TeilnehmerInnen diskutierten darüber, wie das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nachhaltig im Schulalltag präsent sein kann. In acht Arbeitsgruppen ging es unter anderem um SchülerInnenrechte, etwa: Was können SchülerInnen tun, wenn die LehrerInnen zu spät kommen? Die Jugendlichen sprachen über „Politik – aber wie?“ und debattierten über „Vorurteile gegenüber anderen Kulturen“. Besonders das Thema Mobbing beschäftigte die SchülerInnen. Gemeinsam berieten die WorkshopteilnehmerInnen, wie man Mobbing-Gruppen auflösen kann, wie man den Opfern am besten hilft und wie man den TäterInnen verdeutlicht, was sogar kleine Bemerkungen anrichten können.

Ingo Grastorf von der Landeskoordination Berlin von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und Alexander Freier moderierten das diesjährige Aktiventreffen gewohnt informativ und unterhaltsam. Sie ermunterten die SchülerInnen, nicht nur von den vielen Keksen zu essen, sondern auch die eine oder andere Banane „dazwischen zu schieben – für die produktive Hirnarbeit“.

Aktiventreffen 2010

Aktiventreffen in der Alten Feuerwache 2010
Aktiventreffen in der Alten Feuerwache, Fotos: Samira Mahmud
Fotos: Samira Mahmud
Aktiventreffen in der Alten Feuerwache, Fotos: Samira Mahmud

Sicherung der Nachhaltigkeit

Beim Aktiventreffen am 18. März 2010 in der Alten Feuerwache stand die Absicherung der Nachhaltigkeit an den Courage-Schulen im Mittelpunkt der Diskussionen. Auch die Frage, mit welchen Aktivitäten man am Besten nachfolgende, jüngere SchülerInnen für SOR-SMC interessieren kann, beschäftigte die rund 100 TeilnehmerInnen.

Zu den wiederkehrenden Inhalten bei den Aktiventreffen gehören die Einsatzmöglichkeiten der Paten während einer Projektwoche und die Finanzierung von Projekttagen. Auch gemeinsame Schulaktionen wie das Berlinweite SOR-SMC-Fußballturnier oder die Möglichkeit eines regelmäßigen Kinoklub-Nachmittags an Schulen sind Gegenstände von Arbeitsgruppen.

Die Ergebnisse aus den einzelnen Gruppen werden dann im Anschluss allen TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt und bilden so eine Grundlage für die weitere Arbeit an den Schulen vor Ort.

Ähnlich wie beim jährlich stattfindenden Landestreffen steht auch bei dieser Zusammenkunft das Netzwerk im Vordergrund. Hier können SchülerInnen wie auch PädagogInnen Kontakte knüpfen, andere Aktive kennenlernen und sich beispielsweise über gelungene Projekte austauschen.

Geplant ist, das Modell der Aktiventreffen auf bezirklicher Ebene fortzuführen. So lud Licht-Blicke, Regionalkoordination von Lichtenberg, am 13. September 2010 Aktive von Lichtenberger Courage-Schulen zu einem Vernetzungstreffen ein. Als Bezirk mit den meisten Courage-Schulen in Berlin beschlossen die SchülerInnen und PädagogInnen, künftig einen bezirklichen Aktiven-Tag zu organisieren.

Aktiventreffen 2009

Aktive SchülerInnen im FEZ
Aktive SchülerInnen im FEZ

Gemeinsam Aktiv

Austausch und Kontaktmöglichkeiten zwischen den Berliner Courage-Schulen standen beim Aktiventreffen am 29. Juni 2009 im Vordergrund. Etwa 100 SchülerInnen und PädagogInnen trafen sich im FEZ in der Köpenicker Wuhlheide, um im Open Space Ideen, Anreize und Überlegungen auszutauschen. Etwa die Frage, wie gemeinsame, schulübergreifende Ideen in der Stadt realisiert werden können, damit das Netzwerk von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" in der Berlin zunehmend sichtbarer wird.

Aktiventreffen 2008

Foto: Metin Yilmaz
Aktiventreffen 2008, Foto: Metin Yilmaz

Neues Format für Aktive

Am 10. August 2008 trafen sich erstmals Aktive aus Berliner Courage-Schulen zum "Aktiventreffen". 90 SchülerInnen und PädagogInnen kamen in die Werkstatt der Kulturen, um sich auszutauschen. Mit Hilfe des Formats eines Open Space brachten sie ihre Wünsche, Themen und Ideen für Arbeitsgruppen ein. Die Aktiven tauschten Anregungen für die Arbeit an den Schulen aus und knüpften überbezirkliche Kontakte zu SchülerInnen und LehrerInnen. Neben dem Engagement an den Schulen war auch die Wirkung der Aktivitäten außerhalb der Schulen ein zentrales Thema.

Mehr Informationen findet Ihr unter den jeweiligen Bundesländern.