Die Landeskoordination Berlin

Was wir anbieten

Die Bundeskoordination von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist Träger der Landeskoordination Berlin und wird von Sanem Kleff geleitet. Die Landeskoordination Berlin fördert die Aktivitäten an den Berliner Courage-Schulen und unterstützt sie bei der Entwicklung eigener Projektvorhaben. Die Landeskoordination hilft bei der Vorbereitung und Umsetzung von Projekttagen sowie –wochen und bietet den Schulen ein Netzwerk mit knapp 70 Berliner KooperationspartnerInnen aus dem außerschulischen Bereich mit vielfältigen Kompetenzen und Angebotsschwerpunkten. Ziel der Landeskoordination Berlin ist es, Schulen maßgeschneidert entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse zu begleiten und zu beraten. Einen Kontakt vor Ort gewährleisten unsere studentischen Mitarbeiter mit Hilfe eines schulinternen Austauschs, den sogenannten Schulbesuchen.

Die Landeskoordination Berlin ist Teil des Berliner „Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“.
Der „Berliner Rundbrief“ informiert per Mail über neue und besondere Angebote der Kooperationspartner und informiert über die Veranstaltungen der Landeskoordination. 

Über die maßgeschneiderten Angebote für die einzelnen Schulen hinaus bietet die Landeskoordination eine Reihe von regelmäßigen Veranstaltungen:

Jahrestreffen in Berlin 2013. Foto: Aris Papadopoulos

Das berlinweite Jahrestreffen der Courage-Schulen. Bei diesem ganztägigen Treffen kommen 200-300 SchülerInnen aus den Berliner Netzwerkschulen zusammen und können aus ca. 20 Workshopangeboten der Kooperationspartner in Berlin wählen. Das Angebot reicht von Themenfeldern wie Rechtsextremismus, aktueller und historischer Antisemitismus bis hin zu Homophobie und Islamismus an Berliner Schulen. Die Schulen lernen theater- und musikpädagogische Ansätze der Kooperationspartner kennen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, sich über Aktivitäten auszutauschen, Anregungen für Projekte mitzunehmen und eigene Themen, Tipps und Hinweise an die Landeskoordination Berlin weiterzugeben.

Aktiventreffen 2014. Foto: Aris Papadopoulos

Das jährliche Aktiventreffen vertieft den Austausch der Courage-Schulen Berlins untereinander. Bei diesem jährlichen Treffen werden Ideen, Aktivitäten, Anregungen, Wünsche und aktuelle Themenfelder diskutiert. Mit der Methode des Open Space können die aktiven SchülerInnen und LehrerInnen eigene Themen setzen und mit Aktiven aus anderen Schulen diskutieren. Neben dem Feedback an die Landeskoordination entstehen aus diesem Treffen jährlich Ideen, die in der weiteren Arbeit der Landeskoordination und an den Schulen aufgegriffen werden.

Fortbildungen. Foto: Metin Yilmaz
Fortbildungen. Foto: Metin Yilmaz

Die Landeskoordination Berlin bietet Fortbildungen für PädagogInnen zu unterschiedlichen aktuellen Themenfeldern an. Thematisch reicht das Spektrum über alle Formen von Diskriminierung - vom Umgang mit Homosexualität an Schulen über Fragen zu Islam und Islamismus bis hin zum Umgang mit gewaltverherrlichender Rap-Musik. Darüberhinaus werden Anregungen von LehrerInnen aufgegriffen und auch Fortbildungsveranstaltungen beispielsweise zum Thema Mobbing oder über den Umgang mit rechtsextremen Parolen im Unterricht angeboten. Die Fortbildungen der Landeskoordination Berlin finden in Kooperation mit der GEW Berlin, der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Goethe-Institut, der RAA u.a. statt.

Menschenrechtspreisträgerin Alice Nkom zu Besuch. Foto: Aris Papadopoulos

In loser Folge veranstaltet die Landeskoordination die Veranstaltungsreihe: Politik zum Anfassen und Mitmachen. SchülerInnen der Berliner Courage-Schulen bekommen in dieser Reihe die Möglichkeit mit PolitikerInnen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene in einen Dialog zu treten und ihren Fragen Gehör zu verschaffen.

Rap-Wettbewerb "Rap for Q-rage". Foto: Metin Yilmaz

Rap-Wettbewerb "Rap for Q-rage": In diesem jährlich stattfindenden Contest zeigen junge Berliner Rapper, dass guter Rap auf Diskriminierungen locker verzichten kann. Die Gewinner erhalten die Möglichkeit, ihre eigene CD aufzunehmen.

Q-rage-MentorInnen. Foto: Metin Yilmaz
Q-rage-MentorInnen. Foto: Metin Yilmaz

Q-rage-MentorInnen – eine Qualifizierungsmaßnahme für SchülerInnen. In einem einjährigen Lehrgang bildet die Landeskoordination Berlin SchülerInnen zu Q-rage-MentorInnen aus. Unter Einbindung von Kooperationspartnern werden verschiedene Themenfelder und pädagogische Methoden bearbeitet. Die Q-rage-MentorInnen sind nach Abschluss ihrer Ausbildung Ansprechpersonen für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an ihrer Schule.

Radio-Q-rage. Foto: Metin Yilmaz
Radio-Q-rage. Foto: Metin Yilmaz

In Berlin und Brandenburg verschafft das Radio-Q-rage den Anliegen der SchülerInnen eine eigene Stimme. In Seminaren an den Schulen erarbeiten die SchülerInnen eigene Beiträge, die sich mit Courage-Themen beschäftigen und als Internetstream zu hören sind. Und sie lernen wie man technisch ein Schulradio aufbaut. Gefördert wird dieses spezifische Angebot an den Berliner und Brandenburger Schulen von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg.

Regionale Koordinierungsstellen. Foto: Metin Yilmaz
Regionale Koordinierungsstellen. Foto: Metin Yilmaz

Die Courage-Schulen in Berlin sind in allen Berliner Bezirken präsent. Aber Lichtenberg hat den höchsten Anteil mit acht Courage-Schulen. Um den Schulen nachhaltige und schnelle Kontaktmöglichkeiten zu bieten, ist die Landeskoordination darum bemüht, regionale Koordinierungsstellen im gesamten Stadtgebiet aufzubauen. In Lichtenberg hat diese Aufgabe der Kooperationspartner „Licht-Blicke“ übernommen.

Die Arbeit der Landeskoordination und die Aktivitäten der Schulen in Berlin werden in einer Berlin-Broschüre dokumentiert und an den Netzwerkschulen verbreitet.

Mehr Informationen findet Ihr unter den jeweiligen Bundesländern.