Zirkus Courage
Starke Männer, Fakire, Jongleure, Seiltänzerinnen und Clowns - all das und noch viel mehr waren am Freitag, den 10. Juli beim Gastspiel des "Zirkus Courage" im Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf zu sehen. Eine zweistündige Show der Sonderklasse erwartete die 500 Zuschauer. Die Artisten im Alter von 6 bis 13 Jahren stammten allesamt aus der Grundschule in den Rollbergen im Märkischen Viertel.
Bereits im Januar hatten sie sich auf den Weg zur Schule ohne Rassismus -- Schule mit Courage gemacht. Unterwegs bearbeiteten sie so unterschiedliche Themen wie Herkunft, Hautfarbe, Schimpfwörter und Religion.
Anfang Juli erreichte die Grundschule in den Rollbergen die Zielgerade: 93,7 Prozent der Kinder unterschrieben die Selbstverpflichtung von SOR-SMC. Und Schüler, Lehrer sowie die Eltern beteiligten sich an einer Projektwoche in der in 18 Workshops eine Zirkusaufführung erarbeitet wurde. Gemeinsam mit den Profis vom "Zirkus Zack" aus Berlin war der"Zirkus Courage" geboren. In der Ankündigung zur Zirkusaufführung vermeldete der Schulleiter Harald Liegel: "Hier kommen dann die beiden wichtigsten Dinge dieses Projektes zum Tragen: Die Schüler werden gemeinsam und eigenverantwortlich etwas erarbeitet haben. Und ich kann jetzt schon versprechen, das wird bombastisch."
Eingeleitet wurde der Abend mit der offiziellen Titelverleihung als 602. Schule im bundesweiten Netzwerk von "Schule ohne Rassismus -- Schule mit Courage".
Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, der achtfache deutsche Yo-Yo-Meister, Dennis Schleußner, und der ehemalige Schüler der Schule und heutige Fußballprofi vom deutschen Meister VFL Wolfsburg, Ashkan Dejagah, sowie der Fußballprofi Maximilian Nicu von Lokalmatador Hertha BSC haben die Patenschaft gemeinsam übernommen.
Weitere Fotos in zwei Fotogalerien
Sportler als Schlüssel zu Kinderherzen", ein Artikel von Michael Nittel





