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Titelverleihung
27. Juni 2017

Sportschule am Olympiapark – Poelchau-Schule: Die Geschichte ist uns eine Verpflichtung


Die Schule am Olympiapark – Poelchau-Schule erhält morgen, am Mittwoch, den 28. Juni 2017, den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Der Schulstandort ist ein geschichtsträchtiger Ort. 1936 wurde der Olympiapark als Reichssportfeld für die XI. Olympischen Sommerspiele als Großbauprojekt Adolf Hitlers erbaut. Die Nationalsozialisten nutzten die Olympischen Spiele als Propagandainstrument, um ein positives Bild des NS-Regimes im Ausland herzustellen.   

Heute beweisen die Schüler*innen und Pädagog*innen der Poelchau-Schule, dass ihnen der historische Schulstandort eine Verpflichtung ist, alle menschenfeindlichen Ideologien abzuwehren. Mit ihrem Engagement sind sie der Haltung ihres Namenspatrons, Harald Poelchau, verbunden. Der Gefängnispfarrer und Widerstandskämpfer Poelchau verhalf während des Nationalsozialismus vielen Verfolgten des NS-Regimes zur Flucht.  

Mit Thomas Bach, dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, unterstützt ein prominenter Pate die Schule bei ihrem Einsatz gegen jede Form der Diskriminierung und für ein friedliches Miteinander.

Der Kontakt zu Thomas Bach kam über die Schülerin und UN-Sonderbotschafterin für Flüchtlinge Yusra Mardini zustande. International bekannt wurde die Leistungsschwimmerin, als sie 2015 auf ihrer Flucht aus Syrien gemeinsam mit ihrer Schwester ein Flüchtlingsboot rettete, das sie mehrere Kilometer über das Meer ans Festland zogen. 2016 nahm Mardini im „Team Refugee Olympic Athletes“ an den Olypischem Spielen in Rio teil. 

Weitere Unterstützung erhalten die Nachwuchssportler*innen von ihrer Patin, der Fünfkämpferin Annika Schleu. Gemeinsam mit dem Wasserballspieler Maurice Jüngling stehen der Schule zwei engagierte Leistungssportler*innen und ehemalige Mitschüler*innen als Pat*innen zur Seite.  

Sanem Kleff, Leiterin des Courage-Netzwerkes: „Gerade Sportler*innen wissen, dass Vielfalt ein Gewinn für jedes Team ist und dass Diskriminierung – ob im Fussballstadion oder in der Schwimmhalle – im Sport keinen Platz hat. Sport ist ein ausgezeichneter Weg, um Menschen über alle Unterschiede hinweg zu verbinden. Dies zeigt das Engagement der jungen Sportler*innen und dabei unterstützen wir sie." 

Die Titelverleihung findet unter Anwesenheit der drei Pat*innen statt.

Wir laden Sie herzlich ein, an der Veranstaltung am 28. Juni 2017 von 10:30 bis 11:00 Uhr auf dem Jahnplatz an der Schule am Olympiapark –  Poelchau-Schule, Prinz-Friedrich-Karl-Weg 1, 14053 Berlin, teilzunehmen und freuen uns über Ihre Berichterstattung.  


Bei Fragen steht Ihnen die Landeskoordination Berlin zur Verfügung unter 030 - 21 45 86 - 15 / 17.

 

   
Pate Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees: Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, weil der Sport Menschen aller Nationalitäten, Religionen und Hautfarben im friedlichen Wettstreit vereint.
Patin Annika Schleu, Moderne Fünfkämpferin: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage muss sein, weil es immer wichtiger wird, öffentlich Stellung gegen Rassismus und für Zivilcourage zu beziehen.
Pate Maurice Jüngling, Wasserballspieler: Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, weil kein Mensch aufgrund seiner Herkunft, Religion oder Hautfarbe diskriminiert werden sollte.
 
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