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17.10.2018

#wirsindnichtneutral – für eine werteorientierte politische Bildungsarbeit



Foto: Wolfgang Borrs

Beim diesjährigen Bundestreffen des Netzwerks ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ in Berlin haben sich 150 Vertreter*innen aus den 95 Landes- und Regionalkoordinationen sowie aus Courage-Schulen unter dem Motto „Neuer Deutscher Extremismus. Exkludierende Identitätsdebatten und Politische Bildungsarbeit“ über aktuelle Herausforderungen in der Demokratieerziehung ausgetauscht. Thema waren dabei auch die jüngsten Versuche, politische Bildung und Demokratieerziehung zu diskreditieren und aus den Schulen zu verbannen, weil sie angeblich gegen das Neutralitätsgebot verstoßen. Dagegen wenden sich die Teilnehmer*innen und erklären zum Abschluss der Tagung gemeinsam:
„Wir verantworten schulische und außerschulische Maßnahmen der politischen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wir sind überparteilich, aber nicht wertneutral, denn unsere Haltung basiert auf Artikel 1 des Grundgesetzes: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar.’ Sie ist gegründet auf den allgemeinen Menschenrechten und den Schulgesetzen der Bundesländer. Dem Beutelsbacher Konsens entsprechend setzen wir uns für eine humane Bildung und für eine diskriminierungsfreie Schulkultur ein, die sich aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit wendet. Wir stehen gegen ein ‚anything goes’. Deshalb sagen wir: #wirsindnichtneutral.“

Wir freuen uns, wenn auch Sie den neuen Hashtag künftig nutzen.

Sanem Kleff, Leiterin der Bundekoordination und Vorsitzende des Trägervereins Aktion Courage e.V.
Eberhard Seidel, Geschäftsführer der Bundeskoordination