Courage-Schule seit: 15.02.2002 Kategorie: Nordrhein-Westfalen, Hauptschulen

Alfred-Hitz-Hauptschule (geschlossen seit 31.07.2013)

PatIn: Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland



Lange Straße 15

D-47228 Duisburg

 

 

Deutschlands sozialste Schüler kommen aus Duisburg!

 

Die SOR-SMC-Hauptschule Lange Straße aus Duisburg wurde am Freitag, den 3. Februar als Gewinner des bundesweiten Schulwettbewerbs "Mach mit! Verantwortung leben" von buddY E.V. und Vodafone Stiftung Deutschland ausgeszeichnet.

 

Beim Finale des diesjährigen Schulwettbewerbs, der soziale Aktivitäten von Schülern auszeichnet, hatte letztlich die GHS Lange Straße aus Duisburg die Nase vorn. Doris Schröder-Köpf, die Schirmherrin des Projektes, war begeistert: "Das große Engagement aller beteiligten Schüler und die Vielzahl der initiierten und verwirklichten sozialen Projekten ist großartig". "Die Hauptschule Lange Straße lebt soziale Verantwortung an Ihrer Schule."

 

Die Schule überzeugte die achtköpfige Fachjury durch die große Bandbreite und Bedeutung der umgesetzten Projekte. Praktisch alle Schüler haben an Projekten mitgewirkt. Neben dem Projekt „Schule ohne Rassismus“ kümmern sich die Schüler auch um die Pflege der Ehrenfelder russischer Soldaten und ukrainischer Zwangsarbeiter und engagieren sich im Seniorenheim. In der Schule selbst wurde ein Theaterstück zum Thema „Gesicht zeigen“ inszeniert.

 

Mehr zu diesem Thema auf der Seite Aktivitäten der Schulen

 

 

Theaterstück "Der blaue Punkt", geleitet von den Lehrerinnen Hanna Denskus und Nicole Schneider

 

Ohne den blauen Punkt ist man ein Mensch zweiter Klasse. Wird ausgegrenzt. Gehört nicht dazu. Muss mit Nachteilen leben. Eine symbolische Geschichte über die Anfänge des Rassismus.

 

Das Stück wurde von der "Streitschlichtergruppe" selbst entwickelt und macht anschaulich, was Rassismus, Ausgrenzung  und Gewalt für den Einzelnen bedeuten kann. Die Geschichte spielt im "Knebelland". Alle Knebelländer sind gleichberechtigt, bis eine Verordnung von oben dies ändert: alle "echten", reinrassigen Knebelländer bekommen einen blauen Punkt auf die Nase. Die Schülerin Paula und ihre Familie bekommen keinen, denn Paulas Großmutter kam aus "Traumland". Das hat fatale Folgen, denn die "Punktlosen" werden diskriminiert. In der Schule will niemand neben der punktlosen Paula sitzen, sie wird aus der Tanzgruppe ausgeschlossen. Es folgen Diskriminierungen und Hetzpropaganda gegen die Familie.

 

Am Ende stehen die Punktlosen mit ihren gepackten Koffern auf der Bühne und fordern das Publikum dazu auf, über Ausgrenzung und Rassismus nachzudenken: "Noch ist es Zeit für euch, aufzustehen."

 

Die Idee zu den Szenen kam den Jungen und Mädchen des Streitschlichterteams der Schule an der Langestraße bei einem Seminar in Weeze, wo sie seit einigen Monaten wöchentlich zwei Stunden mit der Kunstpädagogin Anna Schneider "Streit schlichten" üben.