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Titelverleihung Graf Stauffenberg Gymnasium

So werdet ihr eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Ihr wollt eure Schule zu einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage machen? Hier erfahrt ihr, welche Schritte dafür notwendig sind.

Ihr wollt, dass eure Schule den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage erhält? Oder interessiert euch aus anderen Gründen unser Projekt? Euer Engagement freut uns sehr. Jetzt wollt ihr erfahren, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche die nächsten Schritte dafür sind. Dabei müssen wir leider um ein wenig Geduld bitten. Denn: Der Schutz eurer personenbezogenen Daten ist uns sehr wichtig.
Wir wollen sicherstellen, dass unsere Vorgaben den in Europa mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) eingeführten Regelungen in jeder Hinsicht genügen. Das bisherige Verfahren zur Aufnahme neuer Schulen ins Courage-Netzwerk und die entsprechenden Formulare, Anträge und Publikationen werden überarbeitet. Diese bundesweite Umstellung erfordert eine entsprechende Übergangszeit.

• Ab dem Stichtag 31. März 2020 werden das bisherige Aufnahmeverfahren, die Unterschriftenlisten und die Antragsformulare ungültig.

• Alle Aufnahmeanträge, die den bis zum Stichtag geltenden Regelungen entsprechend erstellt wurden, werden bei Vollständigkeit bearbeitet, auch wenn sie nach dem 31. März 2020 postalisch in der Bundeskoordination eingehen.

• Bitte schickt uns keine Aufnahmeanträge zu, die nach dem 31. März 2020 mit den bisherigen Formularen erstellt wurden. Diese werden grundsätzlich ablehnt.

Im fachlichen Austausch mit Jurist*innen, Datenschutzbeauftragten und Kultusministerien erarbeiten wir ein neues, bundesweit geltendes Aufnahmeverfahren. Unser neues Verfahren, das sowohl den Schutz eurer persönlichen Daten sicherstellt, als auch praktisch umsetzbar ist, findet ihr ab dem 30. Juni 2020 auf den Homepages der Bundes-, Landes- und Regionalkoordinationen.

Wir sind sicher, dass der Datenschutz ein wichtiges, gemeinsames Anliegen für alle unsere Akteur*innen ist und danken für eurer Verständnis für die zeitliche Verzögerung beim Anerkennen neuer Aufnahmeanträge. Wir freuen uns, dass über 100 Schulen ihre Anerkennung als Courage-Schule bis zum 31. März erhalten haben werden und ihre Titelverleihung planen können.

Bitte beachtet: Für die Aufnahme neuer Schulen aus Hessen in das Courage-Netzwerk gelten schon jetzt besondere Bedingungen. Bitte sendet uns deswegen vorerst keine Unterlagen aus Hessen zu.

Der Weg zur Courage-Schule:

  1. Als Erstes solltet ihr euch über das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage informieren. Informationen dazu findet ihr auf dieser Homepage und der Seite der Landes- oder Regionalkoordination in eurem Bundesland oder eurer Region.
  2. Findet unter euren Mitschüler*innen Partner*innen und Freund*innen, um ein Team zu bilden. Mit dieser Aktivengruppe könnt ihr das Projekt an eurer Schule bekannt machen. Wir empfehlen, eine Gruppe von mindestens vier bis fünf Schüler*innen zu bilden.
  3. Dann ist es wichtig, auch in anderen Klassen für die Idee zu werben. Dazu bieten sich viele Möglichkeiten an: mit Freund*innen reden, einen Hinweis am Infobrett anbringen, eine Info in der Schüler*innenzeitung, einen Tagesordnungspunkt in der Schüler*innenvertretung oder einen Info-Stand auf dem Schulfest. Jetzt solltet ihr auch die Pädagog*innen um Unterstützung bitten. Auch die Schulleitung und alle Menschen, die an eurer Schule arbeiten, solltet ihr in das Projekt mit einbeziehen.
  4. Wenn alle das Projekt kennen, könnt ihr mit dem Sammeln der Unterschriften an eurer Schule beginnen. Mindestens 70 Prozent aller Personen (Schüler*innen, Pädagog*innen und Mitarbeiter*innen) müssen die Selbstverpflichtung von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zustimmen, damit eure Schule als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage anerkannt wird.
  5. Nachdem ihr die erforderlichen Unterschriften gesammelt habt, wird es Zeit, euch eine*n Pat*in zu suchen. Das sollte eine Person sein, die euch in eurem Anliegen und eurem Engagement gut unterstützen kann. Häufig sind die Pat*innen Personen des öffentlichen Lebens, zum Beispiel aus dem Bereich der Medien, Kunst, Politik oder Sport, genauso aber auch Bäcker*innen oder Sozialarbeiter*innen.
  6. Dann schickt ihr alle Unterschriftenlisten im Original zusammen mit dem Aufnahmeantrag an die Bundeskoordination in Berlin. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, sendet uns den Brief per Einschreiben. Sobald wir die Unterschriften geprüft haben, schicken wir euch eine Anerkennungsbestätigung für eure Schule zu.
  7. Nun können die Vorbereitungen für den festlichen Akt der Titelübergabe beginnen. Dafür solltet ihr jetzt auch Kontakt zu eurer Landes- bzw. Regionalkoordinator*in aufnehmen, damit sie euch dabei unterstützen und bei der Titelverleihung dabei sein können.
  8. In dem von euch in Absprache mit eurer Schulleitung gestalteten festlichen Akt wird eurer Schule in Anwesenheit der/des Pat*in von der Landes- bzw. Regionalkoordinatorin die offizielle Ernennungsurkunde übergeben. Nun seid ihr ein Teil des bundesweit Courage-Netzwerks.
  9. Jetzt gehen die Aktivitäten erst richtig los! Ihr könnt selbst Ideen und Projekte zum Thema Diskriminierungen und insbesondere Rassismus entwickeln und entscheiden, wann und wie ihr sie umsetzt. Fachliche Unterstützung und Beratung bekommt ihr dabei durch unsere Kooperationspartner und die Landes bzw. Regionalkoordination. Sie vermitteln euch auch Referent*innen für eure Projekttage und Workshops.
  10. Wir bitten euch, uns einmal im Jahr einen kurzen Bericht über die entsprechenden Aktivitäten an eurer Schule an uns und eure Landes- bzw. Regionalkoordination zu schicken.
Landestag Magdeburg 2019

10 Fragen – 10 Antworten

Was bedeutet der Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage genau? Geht es dabei nur um Rassismus? Und ist das Projekt eher etwas für Gymnasien? Antworten auf alle wichtigen Fragen findet ihr hier.

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