Pat*innen
Alle Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage haben eine*n Pat*in – häufig sogar auch mehrere. Die Pat*innen sind meist bekannte Personen, die die Schüler*innen ausgesucht haben und die sie in ihrem Engagement unterstützen.
Zum Konzept von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gehört, dass sich jede Schule mindestens eine Patin oder einen Paten aussucht. Häufig sind dies Personen aus dem öffentlichen Leben – Sportler*innen, Politiker*innen und Musiker*innen, Zeitzeug*innen oder Sportvereine. Doch auch Bäcker*innen, Apotheker*innen, Sozialarbeiter*innen und KfZ-Mechaniker*innen haben eine Patenschaft übernommen.
Sie alle verbindet das Bekenntnis zu einem gleichwertigen und respektvollen Miteinander. Wie ihr die Patenschaft ausgestaltet, hängt von euch und euren Pat*innen ab. Beispiele findet ihr hier. Die untenstehende Liste der Personen, die sich als Schulpatinnen und Schulpaten engagieren, ist nicht vollständig. Sie umfasst diejenigen, die uns ein Foto und ein Zitat zur Verfügung gestellt haben.
1477 Pat*innen
Steffi Jones
ehem. Trainerin der Frauen-Fußballnationalmannschaft
Schulen: Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg, Fichtenberg-Oberschule
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage muss sein,
weil Rassismus alle betrifft, auch diejenigen, die wegschauen. Schule muss ein Ort sein, an dem Schülerinnen und Schüler sich frei entfalten und lernen können, ohne von Rassismus betroffen zu sein oder ihn tagtäglich erleben zu müssen. Die Vielfalt unserer Gesellschaft spiegelt sich nicht nur im Klassenzimmer wider – auch die DFB-Nationalmannschaften leben und siegen durch ihre Vielfalt.
Axel Bosse
Sänger
Schule: Hannah-Arendt-Gymnasium Berlin
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil ich in einer Welt ohne Rassismus leben möchte. Ich möchte ein Zeichen setzen gegen Hass und Vorurteile, für Empathie und Humanität.
FC St. Pauli
Fußballverein
Schule: Gymnasium Corveystraße
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage muss sein,
weil Kinder schon in dem Bewusstsein aufwachsen sollten, dass Rassismus und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.
Cem Özdemir
Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Schulen: Gottlieb-Daimler-Gymnasium Stuttgart, Friedrich-Schiller-Gymnasium, Bergschule St. Elisabeth, BBS I Gifhorn, Theodor-Heuss-Werkrealschule
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage muss sein,
weil der Einsatz von Schülerinnen und Schülern gegen Rassismus und für eine demokratische Gesellschaft gewürdigt werden muss. Die gegen Diskriminierung und Rassismus engagierten Jugendlichen von heute können die Vorbilder von morgen sein.
Carolin Kebekus
Comedian
Schulen: Heinrich-Heine-Gymnasium Köln, Stadtgymnasium Köln Porz
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage,
weil jedem klar sein muss, dass alle Menschen gleich wertvoll sind. Egal, welche Herkunft, Hautfarbe oder Religion sie haben. Schule ohne Rassismus hilft Kindern dabei, diesen wichtigen Grundsatz zu leben.
Esther Bejarano (†)
Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück
Schulen: Dorothea-Schlözer-Schule, Gesamtschule Haspe, Gymnasium Finkenwerder, Hauptschule Kaltenmoor (geschlossen seit 31.07.2010), Nelson Mandela Realschule Plus Trier
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil es wichtig ist, dass diese Arbeit weitergeführt wird. Wir sind leider mit Ausländerhass, mit Rassismus aller Art und einem neu aufkeimenden Antisemitismus konfrontiert. Es wird von unseren Politikern nicht bemerkt, dass die Verharmlosung der neonazisitischen Aktionen eine Gefahr für unsere Demokratie bedeutet.
Ibrahim Arslan
Überlebender des Brandanschlags von Mölln
Schule: Städt. Heriburg - Gymnasium
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil ich Opfer und Überlebender der rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992 bin. Durch diesen feigen Anschlag habe ich drei meiner Familienangehörigen verloren. Doch es gibt keine Brücke über den Vorher-Nachher-Fluss, über die wir zurückgehen und so das Geschehene ungeschehen machen können. Deshalb versuche ich, mit der Unterstützung von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, an Schüler und Schülerinnen heranzutreten, um ihnen meine Geschichte zu erzählen. So kann ich die Perspektive der Opfer, die in unserer Gesellschaft zu kurz kommt, in den Vordergrund holen und die Schüler und Schülerinnen für einen besseren Umgang mit Betroffenen und Opfern sensibilisieren. Opfer und Überlebende sind keine Statisten, sondern die Hauptzeugen des Geschehenen. Die größte Sehnsucht der Betroffenen ist, ihre Geschichten zu erzählen, um so die Gesellschaft zur Solidarität zu bewegen. Wir versuchen, den Menschen einen Teil unserer Geschichte abzugeben, um Mitgefühl und Respekt zu erlangen. Denn Tolstoi hat Recht mit seinem Ausspruch „wenn Menschen Schmerzen fühlen, dann sind sie lebendig, doch wenn sie die Schmerzen anderer fühlen, dann sind sie ein Mensch“.
Sookee
Rapperin
Schule: Heinrich-Zille-Grundschule
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil ich es wichtig finde, ganz junge Menshen mit in die großen Themen der Gesellschaft einzuladen. Was Erwachsene oft vergessen, wenn sie Politik machen: Kinder sind bereits Teil der Gesellshaft und sollten deshalb frühzeitig die Erfahrung machen, wie bereichernd es ist, mitzudenken und wirksam zu sein. Es gibt dieses Sprichwort: Kinder sind unsere Zukunft. Ich denke, es sollte besser heißen: Kinder sind unsere Gegenwart.
Dr. Karamba Diaby
MdB a. D. (SPD)
Schulen: Christliche Sekundarschule Gnadau, DRK Pflegeschule "Henry Dunant", Grundschule Diemitz / Freiimfelde, KGS "Ulrich von Hutten", Saaleschule für (H)alle, SBH Südost GmbH, Christliche Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe, Kooperative Gesamtschule "Wilhelm von Humboldt"
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil Schülerinnen und Schüler damit frühzeitig für jegliche Art von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt sensibilisiert werden. Zudem können sie aktiv das Klima an ihrer Schule beeinflussen.
Ulrike Folkerts
Schauspielerin
Schule: Kooperative Realschule plus Adolf-Diesterweg
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil ich es wichtig finde, ein Bewusstsein zu schaffen, wann Rassismus im alltäglichen Leben bereits anfängt, ein Bewusstsein zu schaffen für ein Gefühl des respektvollen Umgangs miteinander und die Lust zu wecken voneinander zu lernen, neugierig und mutig zu sein allem Fremden gegenüber.Es wird Dein Leben reicher machen, das weiß ich aus eigener Erfahrung!
Azzis mit Herz
Rap-Duo
Schule: Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn
Wir unterstützen Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil wir selbst zwischen verschiedensten Nationen in sogenannten Brennpunkten von Frankfurt am Main aufgewachsen sind und uns von Anfang an wichtig war, sich klar gegen Rassismus auszusprechen. Hätten unsere Eltern in ethnischen Schubladen gedacht, wären wir beide heute nicht auf der Welt und unsere Kinder auch nicht, die ebenfalls nochmal andere Wurzeln in sich tragen und trotzdem zu hundert Prozent ein Teil von Deutschland sind. Wer wegsieht und seine Stimme nicht gegen Rassismus erhebt, macht sich ein Stück weit mitschuldig.
Uwe Dziuballa
Gastwirt, Restaurant Schalom in Chemnitz
Schule: Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil ich mit der gegenwärtigen Situation nicht zufrieden bin. Das Leben ist Veränderung und jeder darf den Versuch unternehmen, die Welt jeden Tag ein wenig besser zu machen.