Pat*innen
Alle Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage haben eine*n Pat*in – häufig sogar auch mehrere. Die Pat*innen sind meist bekannte Personen, die die Schüler*innen ausgesucht haben und die sie in ihrem Engagement unterstützen.
Zum Konzept von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gehört, dass sich jede Schule mindestens eine Patin oder einen Paten aussucht. Häufig sind dies Personen aus dem öffentlichen Leben – Sportler*innen, Politiker*innen und Musiker*innen, Zeitzeug*innen oder Sportvereine. Doch auch Bäcker*innen, Apotheker*innen, Sozialarbeiter*innen und KfZ-Mechaniker*innen haben eine Patenschaft übernommen.
Sie alle verbindet das Bekenntnis zu einem gleichwertigen und respektvollen Miteinander. Wie ihr die Patenschaft ausgestaltet, hängt von euch und euren Pat*innen ab. Beispiele findet ihr hier. Die untenstehende Liste der Personen, die sich als Schulpatinnen und Schulpaten engagieren, ist nicht vollständig. Sie umfasst diejenigen, die uns ein Foto und ein Zitat zur Verfügung gestellt haben.
1482 Pat*innen
Angela Papenburg
Geschäftsführerin bei der GP Günter Papenburg Unternehmensgruppe
Schule: Marguerite Friedlaender Gesamtschule Halle (Saale)
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil wir nur friedlich miteinander leben können, wenn wir tolerant und ohne Vorurteile miteinander umgehen. Und weil Demokratie nur funktioniert, wenn junge Menschen lernen, sich für eine offene und tolerante Gesellschaft zu engagieren und Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Bei der rasant fortschreitenden Digitalisierung dürfen wir unser wichtigstes Grundrecht niemals vergessen: Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Heinz Paula
Politiker (SPD)
Schule: Bebo-Wager-Schule Gewerbliche Berufsschule 2
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage muss sein,
weil die Schule ein Ort ist, an dem wichtige Wurzeln gelegt werden für das Bewusstsein der jungen Leute für Toleranz, Menschenwürde und Demokratie. Meine Augsburger Patenschule ist Beispiel für eine Schule, die auf diesem Gebiet sehr engagiert ist. Aber das darf kein Grund sein, sich auszuruhen und zu sagen: die machen das schon! Wir alle sind zum Handeln aufgerufen. Bert Brecht, auch ein Augsburger, hat es auf den Punkt gebracht: "Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein".
Gudrun Pausewang(†)
Jugendbuchautorin
Schule: Lüttfeld-Berufskolleg
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil ich Rassismus für menschenunwürdig halte - und bedauere, dass in unserer Pädagogik Zivilcourage, eine ganz wichtige Tugend auch in einer Demokratie, viel zu wenig gepflegt wird.
Klaus Pavel
Landrat des baden-württembergischen Landkreises Ostalbkreises
Schulen: Freie Waldorfschule Schwäbisch Gmünd, Integrierte Gesamtschule Horhausen
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage muss sein,
weil wir begreifen müssen, dass nur ein miteinander der Menschen verschiedener Herkunft, aller Kulturen, Religionen und Identitäten neue Möglichkeiten für eine friedliche und erfolgreiche Zukunft bieten. Wo kann dies nicht besser vermittelt werden, als in unseren Schulen.
Criss Payne
Musiker
Schule: Matthias-Grünewald-Gymnasium
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil es für mich als Musiker eine Selbstverständlichkeit ist, allen Menschen gegenüber offen zu sein! Hautfarbe, Herkunft, sozialer Status darf nicht relevant sein.
Michael Peller
Bürgermeister der Gemeinde Schöffengrund
Schule: Carl-Kellner-Schule
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil diese von essentieller Bedeutung für ein friedliches Zusammenleben in unserer vielfältigen Gesellschaft ist.
Heinrich Peuckmann
Schriftsteller; Generalsekretär des PEN
Schule: Städtisches Gymnasium Bergkamen
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil Rassismus Menschen einteilt in solche, die mehr Wert sind als andere. Dies widerspricht fundamental dem christlichen Menschenbild, nach dem wir zwar unterschiedlich, aber eben gleich viel Wert sind. In allen meinen Romanen, Erzählungen und in meinem gesellschaftlichen Handeln setze ich mich für ein solches Menschenbild ein. Wer davon ausgeht, ist offen für kulturelle Unterschiede. Er ist neugierig darauf, kann sie mit Toleranz ertragen und sich selbst davon anregen lassen.
Maik Peyko
Pädagoge
Schule: Jörg-Immendorff-Schule Hauptschule Bleckede
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage muss sein,
weil wir nur gemeinsam unsere Zukunft gestalten und beeinflussen können. Die SchülerInnen, die Jugendlichen, die Eltern, die Politiker, die Schulen oder die Vereine – keiner von denen kann diese Aufgabe alleine bewältigen. Wir müssen gemeinsam uns den gesellschaftlichen Themen und Veränderungen stellen und offen, ehrlich und auf Augenhöhe dazu diskutieren sowie in allen Schulen in Projektformen dazu arbeiten.
Hannelore Pfaff
Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen)
Schule: Friedrich-von-Bodelschwingh-Schulen
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil ich als Kommunalpolitikerin davon überzeugt bin, dass die große Politik, die für die Gleichheit aller Menschen eintritt, im „Mikrokosmos“ vor Ort, in unserem gemeinsamen Alltagshandeln umgesetzt werden muss.
Dieter Pfau
Autor
Schule: Weiterbildungskolleg Siegen
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil Schüler*innen mehr über die Hintergründe menschenfeindlicher Ideologien erfahren sollen und rassistische Weltbilder und die Ausgrenzung von Menschen an den Schulen nichts zu suchen haben.
Mandy Pfeifer
MdL (SPD)
Schule: Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe "Bertold Brecht"
Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil die Teilnahme an dem Projekt zeigt, dass Kinder und Jugendliche erkannt haben, dass Rassismus leider ein Thema in unserer Gesellschaft ist und sie sich dem ganz bewusst entgegenstellen. Mit Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage treten die Schülerinnen und Schüler für eine Gesellschaft ein, die bunt ist. In der jeder Mensch wertvoll ist und Herkunft, Hautfarbe und Religion keine Rolle spielen, wenn es darum geht, dabei zu sein und friedlich zusammen zu leben. Das finde ich toll – das unterstütze ich gern.
Boris Pfeiffer
Autor und Theaterregisseur
Schule: Regenbogenschule Seelze
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage muss sein,
weil Lernen und Leben sich nur in angstfreien Räumen zum Besten entfaltet.
Wer andere anmacht, sie niedermacht oder nicht gelten lassen will, wer herrschsüchtig ist und sich für besser als sein Gegenüber hält– hält die Entwicklung aller Menschen auf.
Wer andere nur mit Vorurteilen ansehen kann, wer es nicht schafft, seinem Gegenüber so frei wie nur möglich, furchtlos und mutig gegenüberzutreten, wird die Möglichkeiten seines Lebens nicht wirklich ausschöpfen.
Wer Mädchen und Frauen abschätzig, angeberisch, von oben herab oder schlecht behandelt – wird es schwer haben, ein Mensch mit einem liebenden Herz zu werden.
Wer Jungen, die Jungen lieben, abschätzig, angeberisch, von oben herab oder schlecht behandelt – wird es schwer haben, ein Mensch mit einem liebenden Herz zu werden.
Wer Mädchen, die Mädchen lieben, abschätzig, angeberisch, von oben herab oder schlecht behandelt – wird es schwer haben, ein Mensch mit einem liebenden Herz sein zu können.
Wer all dies nicht wagt, wird es schwer haben, von einem anderen Menschen geliebt zu werden.
Unser Leben braucht Verständnis, braucht gegenseitiges Zuhören, braucht es, dass wir einander furchtlos und ohne Wut in die Augen sehen. Unser Leben braucht es, dass wir einander verstehen wollen und unter die Arme greifen.
Wir brauchen einander wie die Erde uns braucht, um nicht am Menschen zu ersticken.