Aktion Courage e. V. mit Göttinger Friedenspreis ausgezeichnet
Für sein Projekt Schule Ohne Rassismus – Schule mit Courage erhält der Verein Aktion Courage e. V. den Göttinger Friedenspreis.
Sanem Kleff, Vorstandsvorsitzende des Vereins Aktion Courage e. V. und langjährige Direktorin von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, nahm die Auszeichnung am 7. März 2026 im Deutschen Theater in Göttingen entgegen. Aktion Courage e. V. hatte das Projekt „Schule ohne Rassismus“ bereits 1995 gegründet. Im Jahr 2000 übernahm die Pädagogin Sanem Kleff die Leitung und entwickelte es unter dem heutigen Namen Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage weiter. Inzwischen ist es mit 5.000 Schulen, die von drei Millionen Schüler*innen besucht werden, das bundesweit größte Schulnetzwerk, das sich aktiv gegen Diskriminierung und für die Gleichwertigkeit aller Menschen einsetzt.
Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch Eberhard Seidel gewürdigt, der das Projekt von 2002 bis 2025 als Geschäftsführer geprägt hat und heute als Senior Advisor mit dem Projekt verbunden ist.
Aus der Jurybegründung: „Das Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage motiviert Schüler*innen und Pädagog*innen, sich gemeinsam für Menschenwürde und Toleranz, gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt einzusetzen – als Schulgemeinschaft und in nationaler Vernetzung mit mehreren Tausend anderen Schulen. Auch in Göttingen und Umgebung haben sich in zahlreichen Courage-Schulen Schüler*innen zu einer Selbstverpflichtung gegen jede Form von Diskriminierung bekannt und konkrete Aktionen umgesetzt. Als Projekt von Aktion Courage e. V. unter Leitung von Sanem Kleff leistet Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage vorbildliche friedenspädagogische Grundlagenarbeit für gesellschaftliches Zusammenleben.“
Sanem Kleff, Vorstandsvorsitzende von Aktion Courage e. V.:
„Dieser Preis gehört auch den über drei Millionen Schülerinnen und Schülern, die die 5000 Schulen in unserem Netzwerk besuchen. Und er gehört den Lehrkräften, Sozialpädagog*innen und Schulleitungen, die über den Lehrplan hinausgehen und Haltung beziehen. Ebenso den engagierten Mitarbeitenden in unseren 130 Koordinierungsstellen, die die Schulen bei ihren Aktivitäten begleiten.“
Die neuen Geschäftsführenden der Bundeskoordination:
„Der Göttinger Friedenspreis ist für uns eine große Ehre und zugleich ein Ansporn“, erklären Zonya Dengi und Carsten Völtzke. „Er bestärkt uns darin, gemeinsam mit den Schulen weiterhin konsequent gegen Rassismus und jede Form von Diskriminierung einzutreten.“
Am 7. März wurde auch der in Schweden lebende Holocaust-Überlebende Dr. Dr. h.c. Leon Weintraub mit dem Göttinger Friedenspreis geehrt. Seit mehr als dreißig Jahren engagiert sich der 100-jährige Mediziner unermüdlich gegen das Vergessen des Holocausts.
Der mit 10.000 Euro dotierte Göttinger Friedenspreis wird einmal jährlich von der Stiftung Dr. Roland Röhl verliehen. Seit 1999 setzt die Stiftung damit ein Zeichen für den Frieden und würdigt Menschen und Initiativen, die sich weltweit für eine friedlichere Welt einsetzen.
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Für Rückfragen:
Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Jana Bialluch
Karl-Heinrich-Ulrichs-Str. 11, 10787 Berlin
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