Alle sind überfordert – und die Schule soll’s richten
Demokratie wird nicht nur an der Wahlurne gelebt, sondern auch im Alltag junger Menschen – in Klassenzimmern, auf dem Pausenhof und zunehmend im digitalen Raum. Doch genau dort wächst bei vielen das Gefühl, nicht gehört zu werden, keinen Einfluss zu haben. Eine Entwicklung, die Sanem Kleff, als gefährlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt beschreibt.
Im Interview mit web.de spricht die langjährige Leiterin des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage über eine „gesellschaftliche Depression“, den Einfluss von Social Media auf politische Meinungsbildung – und was passieren kann, wenn Angst und Hass den Schulalltag bestimmen.
„Schauen Sie sich an, was vor allem jungen Menschen auf Social Media entgegenschlägt. Die Inhalte sind zwar nicht neu. Hass, Gewalt, Antisemitismus oder Rassismus gab es auch schon vor dem ersten Computer. Allerdings sind die Kommunikationskanäle heute dichter an jedem Menschen dran. Wir werden im Internet dauerbeschallt,“ so Sanem Kleff im Interview mit web.de.