Ausgezeichnet mit Göttinger Friedenspreis
Für sein Projekt Schule Ohne Rassismus – Schule mit Courage erhält der Verein Aktion Courage e. V. den Göttinger Friedenspreis.
Sanem Kleff, Vorstandsvorsitzende des Vereins Aktion Courage e. V. und langjährige Direktorin von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, nahm die Auszeichnung am 7. März 2026 im Deutschen Theater in Göttingen entgegen. Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch Eberhard Seidel gewürdigt, der das Projekt von 2002 bis 2025 als Geschäftsführer geprägt hat.






Aus der Jurybegründung: „Das Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Couragemotiviert Schüler*innen und Pädagog*innen, sich gemeinsam für Menschenwürde und Toleranz, gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt einzusetzen – als Schulgemeinschaft und in nationaler Vernetzung mit mehreren Tausend anderen Schulen. Auch in Göttingen und Umgebung haben sich in zahlreichen Courage-Schulen Schüler*innen zu einer Selbstverpflichtung gegen jede Form von Diskriminierung bekannt und konkrete Aktionen umgesetzt. Als Projekt von Aktion Courage e. V. unter Leitung von Sanem Kleff leistet Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage vorbildliche friedenspädagogische Grundlagenarbeit für gesellschaftliches Zusammenleben.“
Sanem Kleff, Vorstandsvorsitzende von Aktion Courage e. V.:
„Dieser Preis gehört auch den über drei Millionen Schülerinnen und Schülern, die die 5000 Schulen in unserem Netzwerk besuchen. Und er gehört den Lehrkräften, Sozialpädagog*innen und Schulleitungen, die über den Lehrplan hinausgehen und Haltung beziehen. Ebenso den engagierten Mitarbeitenden in unseren 130 Koordinierungsstellen, die die Schulen bei ihren Aktivitäten begleiten.“
In ihrer Dankesrede sagte Sanem Kleff: „Rassismus ist kein Randproblem. Er ist kein Relikt vergangener Zeiten. Er zeigt sich in Blicken, in Worten, in strukturellen Ungleichheiten. Gerade deshalb braucht es Schulen, die Haltung zeigen. Schulen, die nicht wegsehen. Schulen, die Courage nicht nur im Namen tragen, sondern leben.“
Die neuen Geschäftsführenden der Bundeskoordination:
„Der Göttinger Friedenspreis ist für uns eine große Ehre und zugleich ein Ansporn“, erklären Zonya Dengi und Carsten Völtzke. „Er bestärkt uns darin, gemeinsam mit den Schulen weiterhin konsequent gegen Rassismus und jede Form von Diskriminierung einzutreten.“
Am 7. März wurde auch der in Schweden lebende Holocaust-Überlebende Dr. Dr. h.c. Leon Weintraub mit dem Göttinger Friedenspreis geehrt. Seit mehr als dreißig Jahren engagiert sich der 100-jährige Mediziner unermüdlich gegen das Vergessen des Holocausts. Der mit 10.000 Euro dotierte Göttinger Friedenspreis wird einmal jährlich von der Stiftung Dr. Roland Röhl verliehen.