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Starkes Engagement vor Ort

14. April 2026
Landestreffen in Hessen (c) Julia Bettendorf

Im gesamten Bundesgebiet engagieren sich unsere Landes- und Regionalkoordinationen sowie die Courage-Schulen für die Gleichwertigkeit aller Menschen. Wie genau das Engagement gestaltet wird, kann ganz unterschiedlich sein. Hier berichten wir von drei erfolgreichen Aktivitäten der vergangenen Wochen.

Am 12. März 2026 fand im Haus am Dom in Frankfurt das diesjährige Landestreffen von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR-SMC) Hessen statt. Das Motto: engagiert. mutig. miteinander. Für die neue Landeskoordination in Trägerschaft der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) markierte das Treffen einen gelungenen Auftakt. Mehr als 160 Teilnehmende – überwiegend Lehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte aus den Courage-Schulen des hessischen Netzwerks – kamen zusammen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und neue Impulse für ihre Arbeit zu gewinnen.

Hochkarätige Gäste wie die Antidiskriminierungsbeauftragte des Landes Hessen, Berivan Şekerci, und Mo Asumang setzten am Vormittag zentrale Impulse. Ein Höhepunkt war die feierliche Übergabe der Urkunde zur neuen Trägerschaft an die HLZ durch Mo Asumang in ihrer Funktion als Beisitzerin von Aktion Courage e. V., dem Trägerverein der Bundeskoordination von SOR-SMC. Eine anschließende Gesprächsrunde zum Veranstaltungsmotto mit Vertreter*innen aus Politik, Bildung und Zivilgesellschaft – darunter die Leiterin der hessischen Landeskoordination, Nana Djamila Adamou, @herr_schmelzer und @schulleiterin.dietrich – bot den Teilnehmenden eine lebendige und anregende Diskussion. Am Nachmittag präsentierten Organisationen und Initiativen aus der Antidiskriminierungsarbeit in praxisnahen Workshops und auf einem „Markt der Möglichkeiten“ ihre Angebote und luden zum Gespräch ein.

Im Saarland haben Courage-Schüler*innen einen großen Sternmarsch unter dem Motto „Gemeinsam laut gegen Rassismus!“ organisiert. Rund 2.500 Schülerinnen beteiligten sich. 16 Schulen des Regionalverbands Saarbrücken zogen am 2. April 2026 durch die Saarbrücker Innenstadt. Ausgehend von mehreren Treffpunkten zogen die Jugendlichen gemeinsam zum Schlossplatz, wo eine Abschlusskundgebung stattfand. Damit setzten sie ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Initiiert wurde die Aktion von Schüler*innen der Friedrich-List-Schule. Hintergrund sind zunehmende Berichte über Fremdenfeindlichkeit im Alltag sowie die Wahrnehmung, dass gesellschaftliche Hemmschwellen sinken.

Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung unterstützten die Aktion, darunter die Staatssekretärin für Bildung und Kultur, Jessica Heide. „Ich bin gerührt, dass so viele Menschen heute da sind, um laut gegen Rassismus zu sein. Laut sein heißt für mich, Haltung zu zeigen“, sagte sie in ihrem Grußwort und forderte die Jugendlichen auf, ganz laut zu sein, woraufhin ein Jubelsturm, begleitet von schrillen Trillerpfeifen, folgte.

Courage-Schüler*innen der Freien Schule Güstrow setzten mit vielen Unterstützer*innen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern ein Zeichen für Solidarität und Vielfalt. Rund 200 Teilnehmende demonstrierten am 28. März 2026 bei zum Teil strömendem Regen in der Altstadt. Eine Sprecherin klärte die Güstrower Bürger*innen über das Anliegen der Demo auf: „Wir sind heute auf der Straße für Gerechtigkeit, für Solidarität“, rief sie. Solidarität mit Menschen, die ausgegrenzt werden, die von Diskriminierung oder Gewalt betroffen sind – von Rassismus, Antifeminismus oder Queerfeindlichkeit. An verschiedenen Stellen wurden Reden gehalten. „Solidarität ist mehr als nur ein Wort oder ein willkürliches Motto. Es ist eine Art, sein Leben zu führen. Es ist ein Ausdruck von Empathie und Hilfsbereitschaft“, sagte einer der Schüler*innen in seiner Rede. Und weiter: „Ich bin begeistert, dass wir heute alle gemeinsam solidarisch in Güstrow stehen. Es erfordert Mut und Engagement, sich in einer Kleinstadt wie Güstrow politisch und solidarisch zu zeigen.“