icon-arrow-slidericon-plusicon-sticky

Zum Genderverbot

29. April 2024

Die Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage lehnt Genderverbote ab und hat eine Stellungnahme veröffentlicht.

Auf einem Bildschirm ist das Wort «Schüler*innen» zu sehen. Die Schreibweise mit «Genderstern» soll Menschen einschließen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen.
(c) pichture alliance / dpa / Gregor Bauernfeind

Die Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage appelliert an die politisch Verantwortlichen in den Bundesländern, jeglichen Verboten geschlechtergerechter Schreibweisen an Schulen entgegenzuwirken.

Topdown-Verordnungen, die den Gebrauch geschlechtersensibler Sprache unterbinden wollen, widersetzen sich einer lebendigen Entwicklung unserer Sprache durch gesellschaftliche Veränderungen und durch die jüngeren Generationen.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage setzt sich für eine offene und demokratische Gesellschaft ein, in der alle Menschen gleichwertig sind. Viele Schüler*innen und Pädagog*innen hinterfragen bestehende Normen und setzen sich zunehmend für eine diskriminierungssensible Kommunikation ein, zu der auch die Anerkennung und Förderung einer gendergerechten Sprache gehören.

Die autoritären Sprachverbote lenken von den zahlreichen Herausforderungen ab, mit denen Schulen seit Jahren konfrontiert sind. Wir rufen die Kultusministerien dazu auf, statt eine Scheindebatte über Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich zu führen, drängende Themen wie Bildungsgerechtigkeit, Inklusion und gute Lernbedingungen zu befördern.